Heiligenkraut, Graues (Santolina chamaecyparissus)

Das Graue Heiligenkraut ist ein immergrüner Zwergstrauch mit vielfältigen Wirkungen, darunter krampflösend und entzündungshemmend. Es findet Anwendung bei Leberproblemen und entzündlichen Hautkrankheiten. In Indien wird es in der ayurvedischen Medizin genutzt. Auch als Mottenschutz ist es effektiv. Die Blütezeit ist von Juli bis August.

Heidelbeere, Wilde (Vaccinium myrtillus)

Die Wilde Heidelbeere besitzt vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften, darunter antioxidative, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Sie eignet sich zur Behandlung diverser Beschwerden wie Durchfall, Sehschwäche und Entzündungen. Die Anwendung von Heidelbeerblättern sollte jedoch nur kurzfristig erfolgen, während die Früchte vielseitig in der Küche verwendet werden können.

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Die Rote Heckenkirsche ist ein giftiger Strauch, der bis zu 2 Meter hoch wird und im Mai und Juni blüht. Ihre Beeren sind für Menschen giftig und verursachen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Herz-Kreislauf-Störungen. Alle Heckenkirsche-Arten sind giftig. Bei Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.

Haselwurz (Asarum europaeum)

Die Gewöhnliche Haselwurz ist eine giftige, immergrüne Pflanze mit entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften. Sie wird in feuchten Wäldern gefunden und hat eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Die gesamte Pflanze ist toxisch und kann schwere gesundheitliche Folgen haben. Selbstanwendung wird dringend abgeraten; ärztliche Beratung ist unerlässlich.

Haselnussstrauch (Corylus avellana)

Die Hasel hat vielfältige heilende Wirkungen, wie schweißtreibend und blutbildend. Anwendungsgebiete umfassen Diabetes, Immunabwehr und Entzündungen. Verwendet werden Kätzchen, Blätter und Früchte, die in Buchenwäldern zu finden sind. Die Nüsse sind nährstoffreich, während Pollen Allergien auslösen können. In der Küche sind sie vielseitig nutzbar.

Hainsalat / Stinklattich (Aposeris foetida)

Der Hainsalat ist eine mehrjährige Pflanze, die Löwenzahn ähnelt und in höheren Mischwäldern vorkommt. Die Blätter und Wurzeln enthalten Bitterstoffe und Vitamine. Die Blätter werden im April und Mai, die Wurzeln im Herbst und Winter gesammelt. In der Küche können sie nach Wässern oder Rösten verwendet werden.

Hahnenfuß, Scharfer / Butterblume (Ranunculus acris)

Der Scharfe Hahnenfuß ist eine giftige, mehrjährige Pflanze, die Hautreizungen verursacht und bei Einnahme ernste Symptome wie Schmerzen und Atemnot hervorrufen kann. Sie wächst an Wiesenrändern und hat eine Blütezeit von Mai bis Oktober, wobei besonders die Wurzeln giftig sind. Vorsicht ist geboten bei Hautkontakt und Pollen.

Gurke (Cucumis sativus)

Gurken sind einjährige Pflanzen mit gesundheitlichen Vorteilen, darunter harntreibende und stuhlregulierende Wirkungen. Sie helfen bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen. Die Früchte sind kalorienarm, eignen sich für Diabetiker und werden vielseitig in der Küche verwendet. Gurken sollten ungeschält verzehrt werden, da die wichtigsten Nährstoffe direkt unter der Schale liegen.

Guter Heinrich (Blitum bonus-henricus, Syn. Chenopodium bonus-henricus)

Der Gute Heinrich ist eine ausdauernde Pflanze mit leicht abführenden und entzündungshemmenden Wirkungen, die bei Hautkrankheiten und Wurminfektionen eingesetzt wird. Seine Blätter sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Obwohl er nicht geschützt ist, gilt er in mehreren Bundesländern Deutschlands als gefährdet. Blütezeit: April bis Oktober.

Hain-Greiskraut (Senecio nemorensis)

Das Hain-Greiskraut (Senecio nemorensis) wirkt stark blutstillend und wird bei verschiedenen Blutungen eingesetzt. Alle Teile der Pflanze enthalten giftige Pyrrolizidin-Alkaloide, die krebserregend sind. Eine Selbstanwendung ist gefährlich, da Vergiftungssymptome erst nach Wochen auftreten können. Der Besuch eines Arztes ist unerlässlich bei gesundheitlichen Beschwerden.