Rosmarinheide (Andromeda polifolia)

Die Rosmarinheide ist ein giftiger Zwergstrauch, der in Hochmooren vorkommt. Sie hat elliptische Blätter und bildet rosafarbene oder weiße Blüten. Alle Pflanzenteile sind stark toxisch und führen zu schweren Vergiftungen. Die Pflanze wurde 1991 zur Blume des Jahres gewählt und ähnelt in ihrem Aussehen dem Rosmarin.

Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)

Die Rauschbeere ist ein kleiner Strauch, der in Hochmooren und Moorwäldern wächst. Ihre Beeren, die als giftverdächtig gelten, können psychoaktive Effekte hervorrufen. Die Verwendung erfolgt bei Magen-Darm-Beschwerden. Der Strauch zeichnet sich durch eiförmige Blätter und hängende Blüten aus, die von Mai bis Juni blühen.

Shallon-Scheinbeere (Gaultheria shallon)

Die Shallon-Scheinbeere, ein immergrüner Strauch, hat adstringierende, entzündungshemmende und appetithemmende Wirkungen. Anwendung findet sie bei Hautproblemen, Magenbeschwerden und Atemwegserkrankungen. Die Beeren und Blätter, reich an Antioxidantien, können roh oder gekocht gegessen werden. Übermäßiger Konsum der Blätter sollte vermieden werden. Arztbesuch bei Beschwerden empfohlen.

Moosbeere, Großfrüchtige / Cranberry (Vaccinium macrocarpon)

Cranberries haben harntreibende, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften und werden zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen und Arteriosklerose eingesetzt. Die Früchte, die im Herbst gesammelt werden, enthalten Antioxidantien und Melatonin. Sie sind in der Küche vielseitig einsetzbar, sollten aber mit Vorsicht konsumiert werden, wenn Gerinnungshemmer eingenommen werden.

Niedere Scheinbeere / Wintergrün (Gaultheria procumbens)

Die Niedere Scheinbeere ist eine giftige Pflanze, die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen besitzt. Sie wird in der Naturheilkunde bei verschiedenen Schmerzen und Entzündungen eingesetzt. Dessen ätherisches Öl ist hochgiftig und darf nicht innerlich eingenommen werden. Die Pflanze ist vor allem in feuchten Waldböden Nordamerikas verbreitet.

Wintergrün, Doldiges / Winterlieb (Chimaphila umbellata syn. Pyrola umbellata)

Wintergrün ist eine stets grüne Pflanze mit starken medizinischen Eigenschaften, die bei Harnwegsinfektionen und entzündlichen Erkrankungen hilft. Ihre Blätter und blühenden Triebe werden zur Herstellung von Tee verwendet. Die Pflanze ist selten geworden und wirkt ähnlich wie Bärentraube. Potenzielle Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sollten beachtet werden.

Krähenbeere, Schwarze (Empetrum nigrum)

Die Krähenbeere ist ein immergrüner Strauch, der in arktischen Zonen und Bergregionen wächst. Sie hat entzündungshemmende, antibakterielle Eigenschaften und wird zur Stärkung von schwächlichen Personen sowie bei Gastroenteritis eingesetzt. Ihre Beeren sind genießbar, enthalten viele Vitamine und wirken in größeren Mengen leicht berauschend.

Heidelbeere, Wilde (Vaccinium myrtillus)

Die Wilde Heidelbeere besitzt vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften, darunter antioxidative, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Sie eignet sich zur Behandlung diverser Beschwerden wie Durchfall, Sehschwäche und Entzündungen. Die Anwendung von Heidelbeerblättern sollte jedoch nur kurzfristig erfolgen, während die Früchte vielseitig in der Küche verwendet werden können.

Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi syn. Arbutus uva-ursi)

Die Bärentraube ist ein immergrüner Strauch mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und harntreibenden Eigenschaften. Sie wird zur Behandlung von Harnwegsentzündungen, Blasenentzündungen und Gicht eingesetzt. Ihre Blätter und Beeren sind essbar, jedoch sind Einschränkungen in der Anwendung zu beachten, insbesondere während Schwangerschaft und bei Lebererkrankungen.

Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)

Die Preiselbeere ist ein immergrüner Zwergstrauch, dessen Blätter und Früchte desinfizierende und entzündungswidrige Eigenschaften besitzen. Sie unterstützt bei Harnwegserkrankungen, rheumatischen Beschwerden und Verdauungsproblemen. Die Beeren sind nährstoffreich, lange haltbar und werden oft in Lebensmittelverarbeitungen verwendet. Überdosierung kann Nebenwirkungen haben; ärztlicher Rat ist notwendig.