Frauenwurzel / Indianerwiege (Caulophyllum thalictroides)

Frauenwurzel, ein mehrjähriges Kraut, besitzt beruhigende und krampflösende Wirkungen. Sie unterstützt bei Frauenleiden, Schwangerschaft und Geburt. Die Wurzel fördert die Menstruation, lindert Schmerzen und wirkt aphrodisierend für Männer. Vorsicht ist geboten bei Schwangerschaft und östrogensensiblen Erkrankungen. Verwendung in der Küche und zum Räuchern ist ebenfalls möglich.

Forsythie (Forsythia X intermedia)

Die Forsythie ist ein aufrechter Strauch, der bis zu vier Meter hoch wächst und im Frühjahr gelbe Blüten trägt. Besonders relevant in der Phänologie, blüht sie aufgrund des Klimawandels zunehmend früher. In der chinesischen Medizin wird sie zur Bekämpfung von Entzündungen und Fieber eingesetzt, um Giftstoffe auszuleiten.

Föhre / Kiefer / Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)

Die Waldkiefer ist ein schnell wachsender Nadelbaum mit heilenden Eigenschaften. Ihre Teile wirken keimtötend, wassertreibend und schleimlösend, ideal bei Atemwegserkrankungen und Zahnschmerzen. Aus dem Harz lassen sich Cremen für rheumatische Beschwerden herstellen. Kiefernnadelöl und Rindenextrakt sind ebenfalls nützlich. Bei ernsthaften Beschwerden wird der Arztbesuch empfohlen.

Flohsamen-Wegerich (Plantago afra syn. Plantago psyllium)

Der Flohsamen-Wegerich ist eine einjährige Pflanze, die im Mittelmeerraum sowie in Indien und Europa wächst. Sie wirkt abführend und stopfend und wird zur Regulierung von Cholesterin sowie bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Die Samen quellen bei Wasserzugabe auf und binden Schadstoffe im Darm. In der Küche sind sie vielseitig verwendbar.

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)

Die Wiesen-Flockenblume hat harntreibende, entzündungshemmende und tonisierende Wirkungen. Verwendet wird sie bei Wunden, Halsentzündungen, Fieber und Verdauungsproblemen. Die mehrjährige Pflanze erreicht Höhen von 30 bis 150 cm, hat elliptische Blätter und blüht mit lila bis purpurfarbenen Röhrenblüten. Blüten und Blätter sind essbar.

Fingerhut, Roter (Digitalis purpurea)

Der Rote Fingerhut ist eine hochgiftige Pflanze, deren Blätter Herzglykoside enthalten, die bei Herzerkrankungen eingesetzt werden können. Selbstanwendung ist lebensgefährlich. Die Pflanze blüht von Juni bis August, ihre Teile sind tödlich. Neben medizinischen Anwendungen gilt sie in der Folklore als Schutzpflanze und wird in Gärten geschätzt.

Fieberklee (Menyanthes trifoliata)

Fieberklee ist eine geschützte, schwach giftige Pflanze mit fiebersenkenden, appetitanregenden und harntreibenden Eigenschaften. Er wird in der Naturheilkunde bei Verdauungsstörungen und Frauenleiden eingesetzt. Die Blätter werden für Tees verwendet. Fieberklee hat eine spezifische Wuchsform und Inhaltsstoffe wie Flavonoide und Vitamin C.

Fettkraut (Pinguicula vulgaris)

Das Gemeine Fettkraut ist eine mehrjährige, karnivore Pflanze mit heilenden Eigenschaften gegen Husten, Wunden und Schmerzen. Es wächst in feuchten Gebieten und steht unter Naturschutz. Ihre klebrigen Blätter fangen Insekten, während die Pflanze von Mai bis August blüht. Inhaltsstoffe sind labenzyms und Zimtsäure.

Fetthenne, Große (Hylotelephium telephium, syn. Sedum telephium)

Die Große Fetthenne ist eine sukkulente Pflanze mit verschiedenen heilenden Eigenschaften, vor allem bei Wunden, Insektenstichen und Sonnenbrand. Sie wächst im Sommer auf trockenen Böden und hat nahrhafte Blätter, die auch in der Küche verwendet werden können. Ihre überdauernden Wurzeln treiben im Frühjahr neu aus.

Ferkelkraut, Einköpfiges (Hypochaeris uniflora)

Das Einköpfige Ferkelkraut ist eine leberstärkende, vitaminreiche Pflanze, die Verdauungshilfe bietet und bei Leber- und Gallebeschwerden eingesetzt wird. Es wächst meist auf Wiesen und ist gefährdet. In der Küche kann es als Salat oder Spinat verwendet werden. Die Blütezeit ist von Juli bis September.