Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis)

Der Acker-Schwarzkümmel ist eine einjährige, leicht giftige Pflanze, die ursprünglich vom Balkan stammt und in Eurasien verbreitet ist. Sie gilt in West- und Mitteleuropa als gefährdet. Ihre enthaltenen Stoffe können Hautreizungen verursachen. 2024 wurde sie zur Blume des Jahres in Österreich gekürt, um das Bewusstsein für ihre ökologische Bedeutung zu stärken.

Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)

Das Sommer-Adonisröschen ist eine einjährige, giftige Pflanze mit herzwirksamen Inhaltsstoffen wie Strophanthin und Adonitoxin. Sie wächst an Ackerrändern und in Getreidefeldern und kann beim Verzehr oder Hautkontakt zu Vergiftungserscheinungen führen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, und es wurden 1984 zur Blume des Jahres gewählt.

Kaukasischer Schwarzkümmel / Jungfer im Grünen (Nigella damascena)

Die Jungfer im Grünen ist eine leicht giftige Pflanzenart, die harntreibend und schleimlösend wirkt. Mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, vor allem gegen Blähungen, besitzt sie zahlreiche deutsche Namen und wird oft als Zierpflanze kultiviert. Ihre Samen enthalten das giftige Alkaloid Damascenin, dennoch findet sie Verwendung in Küche und Parfümindustrie.

Trollblume / Kugelranunkel (Trollius europaeus)

Die Trollblume ist eine ausdauernde, giftige Pflanze, die 20 bis 60 cm hoch wird und vor allem in Gebirgen vorkommt. Sie enthält Protoanemonin und verursacht bei Kontakt Hautreaktionen sowie beim Verzehr ernste Symptome. Früher wurde sie gegen Skorbut verwendet. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli.

Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens)

Die Pflanze ist schwach giftig und verursacht bei innerlicher Anwendung ernsthafte gesundheitliche Probleme. Sie hat kriechende Ausläufer, goldgelbe Blüten und wächst in verschiedenen Lebensräumen. Es sind keine spezifischen Anwendungsbereiche vorhanden, und der Kontakt kann Hautreizungen hervorrufen. Eine Verwendung wird ausdrücklich nicht empfohlen. Toxine werden durch Hitze oder Trocknung zerstört.

Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

Die Grüne Nieswurz ist eine stark giftige Pflanze, die nicht mehr in der Medizin verwendet wird. Früher heilend, wird sie heute aufgrund ihrer Toxizität als Zierpflanze kultiviert. Sie hat charakteristische, handförmige Blätter und blüht von März bis Mai. Ihre Inhaltsstoffe verursachen ernsthafte gesundheitliche Risiken.

Winterling (Eranthis hyemalis)

Der Winterling ist eine ausdauernde, giftige Pflanze, die in feuchten Laubwäldern und Gebüschen wächst. Sie erreicht Höhen von 5 bis 20 cm und blüht von Februar bis März. Die Knolle ist besonders giftig und kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Der Neophyt ist in Europa und Nordamerika verbreitet.

Orangenwurzel, Kanadische (Hydrastis canadensis)

Die Kanadische Orangenwurzel wirkt entzündungshemmend, antimikrobiell und immunstärkend. Sie wird bei Atemwegserkrankungen und Hautproblemen eingesetzt, ist jedoch bei Selbstanwendung und bestimmten Gesundheitszuständen abzuraten. Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Die Pflanze ist gefährdet und hat einen bitteren Geschmack mit einer charakteristischen Blütenform.

Wiesenraute, Westliche (Thalictrum occidentale)

Wiesenraute ist eine mehrjährige Pflanze mit harntreibenden und fiebersenkenden Eigenschaften. Sie wird zur Behandlung von Harnwegsbeschwerden, Fieber sowie zur Reinigung des Blutes verwendet. Die Pflanze hat drei-lappige Blätter und blüht in verschiedenen Farbtönen. Wächst in feuchten, schattigen Gebieten. Konsultation eines Arztes empfohlen.

Wiesenraute, Akeleiblättrige (Thalictrum aquilegifolium)

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu 150 cm hoch wird und in Auwäldern wächst. Sie hat abführende und wundheilende Wirkungen, verwendet werden hauptsächlich die Wurzeln. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni, und die Pflanze bietet Pollen zur Bestäubung an.