Wirkung:
schweißtreibend, blutbildend, anregend, adstringierend, fiebersenkend, nährend, zahnheilend, magenstärkend, tonisierend
Anwendungsbereiche:
Diabetes, Gleichgewichtsstörungen, Stärkt die Immunabwehr, Grippe, regt die Libido an, weckt die Lebensgeister, löst Steine im Körper, Venenentzündungen, Krampfadern, Augenentzündung, Geschwüre, Eiterungen, Leber- und Gallebeschwerden, Blutungen, Infektionen mit Faden- und Madenwürmern
Verwendete Pflanzenteile:
Kätzchen, Blätter, Früchte
Sammelzeit:
Februar bis Herbst
Zu finden:
In Buchenwäldern bilden sie manchmal Unterholz. Haselstauden sind auf Lichtungen und an Waldrändern häufig anzutreffen.
Inhaltsstoffe:
Fett, Eiweiß, Kalzium, Kalium, Vitamine B1, B2, E
Sonstiges:
Die Hasel wächst meist als vielstämmiger, aufrechter Strauch von 5 bis 6 Metern Höhe und kann in seltenen Fällen bis zu 10 Meter hoch werden. Sie besitzt sommergrüne Blätter und bildet Stockausschläge sowie Schösslinge, die zuerst schnell wachsen und sich später verzweigen. Diese Schösslinge sorgen für den strauchförmigen Wuchs. Die Blätter sind zweizeilig wechselständig und haben einen Blattstiel von 0,5 bis 2 Zentimetern. Sie sind runzelig, 7 bis 13 Zentimeter lang und 6 bis 10 Zentimeter breit, mit einer rundlichen bis verkehrt-eiförmigen Form. Der Blattrand ist grob doppelt gesägt und die Oberseite ist dunkler als die Unterseite. Im Herbst vergilben die Blätter und fallen ab. Das Holz der Hasel ist mäßig hart und zäh, hat eine rötlich-weiße Farbe und eine Rohdichte von 0,57 bis 0,63 g/cm³. Die Rinde ist glatt, graubraun und bildet im Alter Längsrisse.

Die männlichen, grüngelben Blütenstände sind die etwa 10 cm langen Kätzchen. In den Knospen verstecken sich die weiblichen Blüten. Die männlichen Kätzchen kann man im zeitigem Frühjahr sammeln und in den Grippetee mischen.
🛑 Immer mehr Menschen leiden an allergischen Reaktionen auf Haselnuss. Blütenpollen und Nüsse tragen allergenes Potenzial in sich, das besonders den Birkenpollenallergikern zu schaffen machen kann.
Wenn die Haselnussblüten blühen hat der phänologische Vorfrühling angefangen.
Aus den Haselnuss Zweigen wird die Wünschelrute gefertigt, die von unendlich vielen Rutengehern genutzt wird. Das Holz hat besondere Leitfähigkeit für Energien und Kraftströme.
Im Mittelalter geriet die Hasel als Hexenbaum in Verruf und wurde zu einem Synonym für Untreue und Wollust.
Die Früchte gehören zu den gesündesten Nüssen überhaupt. Durch gutes Kauen der kleinen Kerne, werden das Gehirn und die Nerven angeregt und die enthaltenen Stoffe werden dann noch besser aufgenommen.

| Nährwert pro 100 g Haselnusskerne | |
|---|---|
| Brennwert | 2685 kJ (650 kcal) |
| Eiweiß | 12 g |
| Kohlenhydrate | 11 g |
| – davon Zucker | 1 g |
| – Ballaststoffe | 8,6 g |
| Fett | 62 g |
| – gesättigte Fettsäuren | 4,5 g |
| – einfach ungesättigt | 46 g* |
| – mehrfach ungesättigt | 8 g* |
| Vitamine und Mineralstoffe | |
|---|---|
| Vitamin A | 5 µg |
| Vitamin B1 | 0,6 mg* |
| Vitamin B2 | 0,11 mg* |
| Vitamin B3 | 1,8 mg* |
| Vitamin B6 | 0,6 mg* |
| Vitamin B9 | 113 μg* |
| Vitamin C | 3 mg |
| Vitamin E | 26,6 mg |
| Calcium | 114 mg* |
| Eisen | 4,7 mg* |
| Natrium | 2 mg |
| Phosphor | 290 mg* |
| Kalium | 680 mg* |
In der Küche kann man die jungen Blätter in Gemüsegerichte verwenden, wie Suppen, Saucen und Aufläufe. Getrocknet können die Blätter als Teemischung genutzt werden. Früher wurden sie auch als Tabakersatz geraucht. Das Haselnussöl ist zum Kochen und Backen geeignet, sowie für Liköre und Süßspeisen. Ebenso ist es Bestandteil von Parfüms, Massageölen, Seifen und Schmiermittel. Die Kätzchen werden in der Volksmedizin auch als Grippetee verwendet.
Hildegard von Bingen: Nehme Haselkätzchen und den dritten Teil davon Mauerpfeffer und soviel, wie der vierte Teil Mauerpfeffer ist Winde und etwas Bergbohnenkraut. Dies koche mit der Leber eines jungen, bereits geschlechtsreifen Bockes zusammen, nachdem auch noch etwas fettes Schweinefleisch zugefügt ist. Dann soll er jene Kräuter entfernen und das Fleisch essen und er wird die Unfruchtbarkeit verlieren.
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