Echtes Löffelkraut (Cochlearia officinalis)

Das Echte Löffelkraut ist eine zwei- bis ausdauernde Pflanze mit blutreinigenden und stoffwechselanregenden Eigenschaften. Es findet Anwendung bei Müdigkeit, Lebererkrankungen und Gicht. Die Blätter und blühenden Pflanze sind essbar, vor allem in Frühlingssalaten. Die Pflanze ist nordeuropäisch, kann jedoch leicht im Garten kultiviert werden.

Lerchensporn, Hohler (Corydalis cava)

Der Hohle Lerchensporn ist eine giftige Pflanze, die entzündungshemmend und beruhigend wirkt. Sie wird selten in der Medizin verwendet aufgrund ihrer Lähmungserscheinungen. Die kugelige knollige Struktur speichert Nährstoffe. Blütezeit ist von März bis April, und sie zieht Insekten zur Bestäubung an. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Leindotter (Camelina sativa)

Leindotter ist eine einjährige Pflanze, deren Samen entzündungshemmend wirken und bei verschiedenen Beschwerden wie Prellungen, Verletzungen, Darmproblemen und Hauterkrankungen helfen. Das verwendete fettes Öl enthält nützliche Inhaltsstoffe. Die Samen sind süßlich-bitter und finden Verwendung in der Küche. Vorsicht ist geboten: nicht in großen Mengen einnehmen.

Leberblümchen (Hepatica nobilis)

Das Leberblümchen ist eine ausdauernde, schräge krautige Pflanze, die leberschützend und schleimlösend wirkt. Es wird bei Leber- und Gallenbeschwerden, Bronchitis und Harnwegserkrankungen eingesetzt. Die Pflanze ist geschützt und wächst in schattigen Laubwäldern. Ihre blauen Blüten erscheinen von März bis April und schließen bei Regen.

Bergkiefer, Latsche (Pinus mugo syn. Pinus montana)

Die Bergkiefer, ein immergrüner Baum, zeigt schleimlösende und desinfizierende Wirkungen. Sie dient zur Behandlung von Erkrankungen wie Bronchitis und Erschöpfungszuständen. Ihre Nadeln und Harze werden gesammelt, um verschiedene natürliche Heilmittel, einschließlich Saunaölen, herzustellen. Die Ernte erfolgt im frühen Sommer. Arztbesuche sind bei ernsthaften Beschwerden unerlässlich.

Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)

Der Purgier-Kreuzdorn ist ein schmaler Strauch, dessen Früchte leicht giftig sind und bei Überdosierung zu Bauchkrämpfen führen können. Sie sind abführend und kommen bei verschiedenen Beschwerden wie Verstopfung zum Einsatz. Aufgrund möglicher Risiken für Schwangere und Kinder sollte die Anwendung kritisch geprüft werden. Teezubereitung ist möglich.

Lampionblume (Physalis alkekengi)

Die Lampionblume ist eine leicht giftige, sommergrüne Pflanze, die harntreibend wirkt und bei verschiedenen Krankheiten wie Nierenleiden und Gicht eingesetzt wird. Ihre Früchte sind essbar, jedoch gibt es unterschiedliche Meinungen über ihre Unbedenklichkeit. Die Pflanze wächst an Bahndämmen und in alten Gärten und hat eine Blütezeit von Juli bis Oktober.

Gespenst-Gelbdolde / Pferdeeppich (Smyrnium olusatrum)

Der Pferdeeppich ist eine zweijährige Pflanze, die den Appetit anregt und in Südeuropa sowie Nordafrika angebaut wird. Nutzbare Teile sind Wurzel, Blätter und Stängel. Die Pflanze hat aromatischen Geschmack und kann in verschiedenen Gerichten verwendet werden, ähnelt Liebstöckel oder Sellerie. Besondere Inhaltsstoffe sind ätherische Öle und Flavonoide.

Spanischer Pfeffer / Chili (Capsicum annuum var.)

Die Capsicum annuum-Pflanze, bekannt für ihre gesundheitlichen Vorteile wie Durchblutungsförderung und Schmerzstillung, ist ein vielseitiges Gewächs mit scharfen Früchten. Der Hauptinhaltsstoff Capsaicin wirkt entzündungshemmend. Paprika enthält mehr Vitamin C als Äpfel, während Chili in der Küche verbreitet ist und unterschiedliche Schärfegrade aufweist, gemessen in Scoville-Einheiten.

Mäusedorn, Stechender (Ruscus aculeatus)

Der Stechende Mäusedorn ist ein immergrüner Halbstrauch mit vielfältigen medizinischen Anwendungen, darunter die Behandlung von Venenproblemen und Schwellungen. Er enthält Saponine, Ruscogenin und ätherische Öle. Tee aus der Wurzel wird empfohlen, doch Eigenanwendung ist abzulehnen. Vergiftungsgefahr besteht bei Kindern durch die Beeren.