Leicht giftig
Wirkung:
harntreibend, blasenwirksam
Anwendungsbereiche:
Vorsicht bei einer Anwendung! Siehe unten
Harnerkrankungen, Nieren- und Blasenleiden, Gicht, Rheuma, Stoffwechselerkrankungen, die auf erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut zurückzuführen ist, gestörten Harnfluss, Zahnschmerzen
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte
Sammelzeit:
September bis Oktober
Zu finden:
Ist häufig an Bahndämmen, bei alten, kleinen Bahnhöfen, in Augebieten und Weinbergen, auf Brachflächen und in der Nähe alter Parks und Gärten.
Inhaltsstoffe:
Vitamine, Mineralstoffe, Bitterstoffe, Physalin, Steroide, Karotin, Gerbstoffe, Schleimstoffe
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Früchte mit 1/4 Liter kaltem Wasser zustellen, aufkochen und etwas stehen lassen, dann abseihen. 3 Tassen am Tag sind ausreichend.
Die Lampionblume ist eine ausdauernde, sommergrüne Pflanze, die 40 bis 80 Zentimeter hoch wird. Ihre Wurzeln sind winterhart. Die Stängel sind aufrecht oder manchmal niederliegend, wenig verzweigt und behaart. Züchtungen, wie die Varietät Physalis alkekengi var franchetii, können bis zu 100 Zentimeter hoch werden. Normalerweise wachsen zwei Laubblätter zusammen, die 1 bis 3 Zentimeter langen Blattstiele haben. Die Blattspreite ist 5 bis 15 Zentimeter lang und 2 bis 8 Zentimeter breit, eiförmig und oben zugespitzt. Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober, und die einzelnen Blüten hängen nach unten. Die Blüten sind wenig auffällig, fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind glockenförmig und behaart, während die Kronblätter weiß mit einem grünlichen oder gelblichen Punkt sind. Nach der Befruchtung werfen die Pflanzen die Kronblätter ab. Die Kelchblätter wachsen und bilden einen schützenden, laternenartigen Kelch um die Beeren. Bei Reife werden die Beeren gelblich, orange oder rot und sind etwa 1 bis 1,5 Zentimeter groß. Sie enthalten viele Samen, die linsen- bis nierenförmig sind.
Die raschelnden Fruchthüllen der Lampionblume dürfen beim Sammeln nicht mit den reifen Früchten in Berührung kommen, sie machen die Beeren bitter. Die Pflanze, ausgenommen die Beeren, ist leicht giftig.
🛑 Grüne Pflanzenteile sind schwach giftig, sie enthalten Bitterstoffe, die zu einer Reizung des Magen-Darm-Traktes führen können. Über die Essbarkeit der Beeren gibt es unterschiedliche Auffassungen. Nach mehreren Autoren soll die reife Frucht essbar sein, andere stufen sie als „giftverdächtig“ ein. Wikipedia
Die eng verwandte Kapstachelbeere Physalis ist als Beigabe auf Fruchttellern guter Restaurants und eine Art Modeobst wiederzufinden. Unter den Namen Andenbeere, Kapstachelbeere oder Inkapflaumen (Physalis peruviana) wird sie verkauft.
Hildegard von Bingen: Wem sich die Augen verdunkeln, der nehme ein rotes Seidentuch und streiche darauf Blasenkirsche und lege das bei Nacht über die Augen und die Augenverdunkelung wird vertrieben. Und wem die Ohren sausen, dass er meint er wäre schon taub, der nehme wiederum sie und streiche sie auf einen Filz und lege das über die Ohren und bis zum Nacken und den Hals und binde es zu. So gehe schlafen und tue dies oft, dann wird das Sausen in den Ohren aufhören. Mache auch sie im Rauch trocken und iss sie.
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Ein Kommentar zu “Lampionblume (Physalis alkekengi)”