Wirkung:
durchblutungsfördern, schmerzstillend, entzündungshemmend, stoffwechselanregend
Anwendungsbereiche:
regen tief liegende Gewebeschichten an und die Durchblutung, Rheuma, Muskelschmerzen, Muskelkater, Muskelprellungen, Zerrungen, Muskelkrämpfe, Sehnenscheidenentzündung, steifer Nacken, Schulterverspannungen, Schmerzen
Verwendete Pflanzenteile:
Früchte (Beere)
Sammelzeit:
ab August
Zu finden:
In Gärten oder im Einkaufsläden.
Inhaltsstoffe:
Alkaloid Capsaicin (Scharfstoff), Farbstoffe, ätherische Öle, Mineralstoffe, Flavonoide, Vitamine A, C, E, Folsäure
Sonstiges:
☕ Ayurveda-Tee: 1 Teelöffel Yogi-Teemischung (siehe im Blog) in 1 Liter Wasser etwa 20 Minuten kochen. Dann etwas Ingwer dazu reiben und 1/4 Liter Milch hinzufügen. Nun wieder kurz erhitzen und jetzt 1 Messerspitze gepulverten Chili einrühren. Den Tee durch einen Filter abfiltern. Wer möchte kann noch mit Honig nachwürzen. Im Bett schön zugedeckt trinken und warten bis der Schweißausbruch kommt. – Hilft bei Erkältungskrankheiten
Die Capsicum annuum-Pflanzen erreichen eine Höhe von bis zu 150 cm und wachsen meist buschig und aufrecht. Nah an der Wurzel verholzen sie schnell. Die Blätter sind zugespitzt, zwischen 5 und 25 cm lang und 3 bis 15 cm breit. Die Blüten wachsen meistens einzeln aus den Verzweigungen des Stiels, manchmal auch zu zweit oder dritt. Dies sieht man oft bei den sogenannten Königsblüten in der ersten Verzweigung. Typischerweise haben sie fünf (selten vier bis sieben) Kronblätter in Weiß, manchmal mit violetten Linien oder komplett violett. Auffällig sind die bläulichen Staubgefäße und der Kelch mit kurzen (0,5 cm) Zipfeln. Die Blüten und Früchte hängen meist nach unten, aber es gibt auch Sorten wie die Wildform Tepin, deren Früchte nach oben wachsen. Botanisch sind die Früchte Beeren. Die meisten Sorten werden einjährig kultiviert. Capsicum annuum ist die häufigste Sorte unter den Chilis und umfasst die meisten milden (Gemüsepaprika) und moderat scharfen (Peperoni) sowie die scharfen und sehr scharfen Chilis. Die Chilis in europäischen Supermärkten sind fast immer Capsicum annuum-Sorten.
Paprika wird in mehreren Sorten als Gemüse-, Arznei- und Gewürzpflanze angebaut. Diese vielseitige Pflanze, die nicht nur in der Küche Verwendung findet, sondern auch in der traditionellen Medizin, hat sich über die Jahrhunderte hinweg einen festen Platz in vielen Kulturen erobert. Der Ursprung der Pflanzensorten, bei denen es sich weder um aus Spanien kommende noch um Pfeffer-Arten handelt, liegt in Süd- und Mittelamerika, wo sie von indigenen Völkern bereits in der Antike kultiviert und genutzt wurden. Natürliche Vorkommen reichen jedoch bis in den Süden Nordamerikas, was zeigt, dass diese Pflanze in verschiedenen Klimazonen gedeiht und sich an unterschiedliche Bedingungen anpassen kann. Die Art ist der am weitesten verbreitete Vertreter der Gattung Paprika (Capsicum), die für ihre bunten Früchte bekannt ist, die nicht nur geschmacklich variieren, sondern auch unterschiedliche Nährstoffe und Antioxidantien enthalten, die zur Förderung der Gesundheit beitragen können.
Was viele nicht Wissen, Paprika enthalten oft mehr als doppelt so viel Vitamin C wie Äpfel oder Orangen.
Man kann eine Salbe aus Chilipulver herstellen oder macht Umschläge mit einem Chili-Pflaster (wie das ABC-Pflaster aus der Apotheke), dies nimmt vorübergehend die Schmerzen. Die Nervenenden reagieren nach dem ersten Schock mit einer verminderten Schmerzweitergabe, dafür tritt eine Erwärmung des behandelten Körperteils ein.
Chili wird sonst in der Küche verwendet, als Gewürz in Soßen, mexikanischen Gerichten und überall da wo man es scharf haben möchte.
Der scharfe Geschmack der meisten Sorten entsteht durch den Inhaltsstoff Capsaicin und verwandte Stoffe (Capsaicinoide). Diese chemischen Verbindungen sind nicht nur verantwortlich für die Schärfe, sondern tragen auch zur gesundheitlichen Wirkung von Chili und Paprika bei, wie etwa schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Konzentration ist zwischen den verschiedenen Sorten von Capsicum annuum sehr unterschiedlich und kann durch Züchtung und Umweltfaktoren beeinflusst werden. So gelten zum Beispiel die klimatischen Bedingungen und die Bodenart als entscheidende Faktoren für die Capsaicin-Produktion in den Pflanzen. Die Scoville-Skala, Einheitssymbol SCU, wurde speziell für die Messung des Capsaicingehalts entwickelt und gibt einen klaren Hinweis darauf, wie scharf eine bestimmte Sorte im Vergleich zu anderen ist. Während Gemüsepaprika nahezu kein Capsaicin enthalten (0 SCU), haben schon Jalapeños einen Wert von 2500–8000 SCU, was sie zu einer beliebten Wahl für diejenigen macht, die eine moderate Schärfe bevorzugen. Die schärfsten Vertreter von Capsicum annuum, wie der Cayenne oder die Wildform Chiltepin liegen bei ca. 30.000–50.000 SCU, was sie ideal für scharfe Saucen macht. Andere Arten wie beispielsweise Capsicum chinense enthalten zum Teil noch mehr Capsaicin, mit Sorten wie dem berühmten Habanero, die Werte von 100.000 bis über 300.000 SCU erreichen können. Diese hohe Schärfe hat einen besonderen Platz in vielen Kulturen eingenommen, da sie nicht nur den Geschmack von Gerichten intensiviert, sondern auch als Konservierungsmittel wirkt und darüber hinaus verschärft sie das Esserlebnis, was viele Menschen dazu anregt, ihre Grenzen bei scharfen Speisen zu testen.
Cayennepfeffer ist ein Gewürz aus gemahlenen Chilis. Als Grundlage dafür dienen meist die getrockneten, scharfen Früchte der Chilisorte Cayenne; oftmals werden aber Gewürzpulver aus anderen cayenneähnlichen Sorten unter diesem Namen verkauft. Der Cayennepfeffer wird also nicht, wie man aus seinem Namen schließen könnte, aus der Frucht eines Pfeffergewächses (Piperaceae) gewonnen. Charakteristisch sind der leicht rauchige, etwas bittere Geschmack und eine beißende Schärfe, die mit 30.000 bis 50.000 Scoville-Einheiten angegeben wird. Diese Schärfe bewirkt das Capsaicin mit einem Gehalt von weniger als einem Prozent. (Wikipedia)
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