Schwach giftig
Wirkung:
leberschützend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
Leberstörung, zur Nieren- und Blasenreinigung, Leber-, Galle- und Lungenbeschwerden, Bronchitis, Entzündungen der Luftwege, Gallensteine, Leberschwellung
Verwendete Pflanzenteile:
ganzes Kraut
Sammelzeit:
März, April
Zu finden:
Steht unter Naturschutz. In Österreich ist es nicht in allen Bundesländern geschützt. Früher zahlreich in schattigen Laubwäldern mit Lehm- oder Kalkböden.
Inhaltsstoffe:
Protoanemonin
Sonstiges:
Das Leberblümchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 10 bis 25 cm hoch wird. Es übersteht den Winter mit Knospen, die an der Erdoberfläche in den Blattachseln und unter den Blättern liegen, und gehört zu den wintergrünen Hemikryptophyten. Das kurze, schräg liegende Rhizom ist dunkelbraun und hat schuppenförmige Blätter. Die Wurzeln reichen bis zu 30 cm tief, was das Leberblümchen zu einer tiefwurzelnden Pflanze macht. Nach der Blüte wachsen neue, grundständige Laubblätter mit langen, glänzenden, weichen Blattstielen. Die Blätter sind in drei Lappen geteilt und sehen aus wie eine menschliche Leber. Ihre Oberseite ist dunkelgrün und die Unterseite purpur-violett. Die rötlich-braunen Blütenstandsschäfte wachsen aufrecht und tragen zwittrige, radiärsymmetrische Blüten mit einem Durchmesser von 15 bis 30 mm. Die Blüten sind blau bis blauviolett gefärbt, und die Farbe entsteht durch den Farbstoff Cyanidin. Die Blütezeit reicht von März bis April. Bei Regen und abends schließen sich die Blüten. In einer Sammelfrucht stehen mehrere Nüsschen zusammen.
🛑 Das frische Kraut wird vermieden, die giftigen Reizstoffe werden erst während der Trocknung abgebaut.

Das blau blühende Kraut ist ein Frühlingsanzeiger. Vom Leberblümchen die Blätter sehen aus wie eine menschliche Leber, sie sind dreilappig.
Das Leberblümchen wurde 2013 zur Blume des Jahres gewählt.
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Ein Kommentar zu “Leberblümchen (Hepatica nobilis)”