Bergkiefer, Latsche (Pinus mugo syn. Pinus montana)

Wirkung:

schleimlösend, desinfizierend

Anwendungsbereiche:

chronische Bronchitis, Erkältung, Durchblutungsstörungen, tötet Keime der Raumluft ab, Steinerkrankungen, als Kräftigungsmittel, bei Erschöpfungszuständen

Verwendete Pflanzenteile:

Nadeln, Harz

Sammelzeit:

früher Sommer

Zu finden:

Latschen wachsen in extremen Höhen oberhalb der Baumgrenze.

Inhaltsstoffe:

Harz, Bitterstoffe, ätherisches Öl mit Pinenen, Camphenen, Terpinenen, Limonenen, Cymol, Terpineol

Sonstiges:

Die Bergkiefer ist ein immergrüner Baum. Ihre dunkelgrünen Nadeln wachsen paarweise an den Kurztrieben und sind bis zu 5 Zentimeter lang. Sie leben 5 bis 10 Jahre. Die Samenanlagen liegen offen auf schuppenförmigen Fruchtblättern und sind nicht eingeschlossen. Die eiförmigen weiblichen Zapfen sind klein, blass-rosa bis rot und wachsen im ersten Jahr kaum. Im zweiten Jahr reifen sie und geben die geflügelten Samen frei, die 4 bis 5 Millimeter groß sind. Die Zapfen sind symmetrisch, und der Zapfenstiel ist gerade. Die Zapfen sind 3 bis 7 Zentimeter lang und erreichen einen Durchmesser von 2 bis 5 Zentimetern, wenn sie geöffnet sind. Die Blüte erfolgt im Juni und Juli, gefolgt von der Samenreife im Oktober, was über drei Jahre dauert.

Latschen sind niedrige Sträucher. Sie sind an den Schneedruck im Hochgebirge angepasst. Wenn man an ihnen schwärzliche ballenartige Nadelbüsche entdeckt, sind sie durch Pilzerkrankungen (Nadelbräune oder Schneeschimmel) geschädigt, dann nichts davon sammeln.

Latschenkiefernöl ist ein häufiges gebrauchtes Mittel für Saunaaufgüsse oder Badezusätze.

Die Latsche hat dieselben Anwendungen wie die Föhre, Fichte, Tanne und Lärche. Erkältungsbalsame und -salben daraus riechen kräftiger, wenn das Sammelgut aus den hohen Bergen stammt.

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