Mäusedorn, Stechender (Ruscus aculeatus)

Giftig

Wirkung:

venenstärkend, entzündungshemmend, harntreibend, ödemhemmend, kapillarabdichtend, entwässernd

Anwendungsbereiche:

Von einer Eigenanwendung wird abgesehen!

Krampfadern, Venen, schwere Beine, schmerzen in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Brennen in den Extremitäten, beugt Thrombosen vor, regeneriert überdehnte Venengewebe, wirkt Wasseransammlungen in den Beinen entgegen, normalisiert das Verhalten der Blutgefäße, Frostbeulen, Hämorrhoiden, erweiterte Äderchen, Besenreiser, Nierenerkrankungen, Harnröhren-Entzündungen, Steinleiden, Gelbsucht, Hautrötungen wie Couperose, geplatzte Äderchen, Sonnenbrände, Erfrierungen, geschwollene Beine, fördert die Durchblutung

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel

Sammelzeit:

September und Oktober

Zu finden:

Im Mittelmeergebiet

Inhaltsstoffe:

Saponine,  Ruscogenin, Ruscin, ätherische Öle, Gerbstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknete Wurzel mit 1/4 kaltem Wasser zustellen, aufkochen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. 2 Tassen am Tag sind ausreichend.

Der Stechende Mäusedorn ist ein immergrüner Halbstrauch, der 20 bis 80, selten bis zu 90 Zentimeter hoch wird. Die Blätter von Ruscus aculeatus sind Phyllokladien, die eiförmig und starr sind, bis zu 2,5 Zentimeter lang und an der Spitze stechend. Die echten Blätter sind klein, schuppenartig und dreieckig bis lanzettlich. Ruscus aculeatus ist meist diözisch, seltener andromonözisch oder trimonözisch. Die Blütezeit ist von März bis Mai, mit Blüten und Früchten, die oft einzeln aus den Achselknospen erscheinen. Die Blüten sind klein, radiärsymmetrisch und haben eine einfache Blütenhülle, während die Früchte kleine, runde Beeren sind, die bis zu 12 Millimeter groß und rot sind.

🛑 Vergiftungserscheinungen: Bei Kindern sind nach der Einnahme der Beeren gastrointestinale Symptome z. T. mit Somnolenz aufgetreten.

Mäusedorn sieht man öfter in Gestecken die zu Allerheiligen bis Weihnachten angeboten werden, mit seinen roten Beeren.

Der Stechende Mäusedorn wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2002 gekürt.

Die Droge selbst ist nicht gebräuchlich, aber zahlreiche Fertigpräparate enthalten standardisierte Extrakte oder isolierte Ruscogenine.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Fritz Geller-Grimm and Felix Grimm, CC BY-SA 3.0

Kommentar verfassen