Kornrade (Agrostemma githago)

Die Kornrade ist eine einjährige, stark giftige Pflanze, die aufgrund ihrer Giftigkeit nicht mehr verwendet wird. Ihre Teile, insbesondere die Samen, sind gesundheitsschädlich. Früher wurde sie in der Volksmedizin angewandt, heute gilt sie als vom Aussterben bedroht und ist als Ackerunkraut selten. Vorsicht ist geboten.

Kondurango (Marsdenia condurango syn. Gongolobus condurango)

Kondurango, ein Kletterstrauch aus Südamerika, wirkt appetitfördernd und verdauungsanregend. Seine Anwendung ist riskant, da Selbstanwendung abgeraten wird. Die Rinde enthält diverse Inhaltsstoffe, die die Magensaftsekretion stimulieren. Bei falscher Nutzung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Traditionell wird er auch bei Zeremonien verwendet. Arztbesuche sind bei Beschwerden notwendig.

Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum)

Die Kohl-Kratzdistel ist eine belastbare Pflanze mit harntreibenden und beruhigenden Eigenschaften. Sie wird bei Rheuma, Gicht, Krämpfen und Zahnschmerzen eingesetzt. Die Blätter und Wurzel können für Tee verwendet werden. Auch in der Küche sind die jungen Blätter als Salat oder Gemüse genießbar. Blütezeit: Juni bis Oktober.

Kohl / Grünkohl / Weißkraut / Rotkraut (Brassica oleracea var.)

Der Gemüsekohl ist eine vitaminreiche, ein- bis zweijährige Pflanze mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Er wird bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, insbesondere bei Magen- und Darmproblemen. Rohsaftkonsum wirkt heilend. Verschiedene Kohlsorten, wie Blumenkohl und Brokkoli, bieten spezifische gesundheitliche Vorteile. Vor dem Kochen sollten äußere Blätter entfernt werden.

Knopfkraut, Kleinblütiges / Franzosenkraut (Galinsoga parviflora)

Das Kleinblütige Knopfkraut, auch Franzosenkraut genannt, ist eine einjährige Pflanze mit immunstärkenden und adstringierenden Eigenschaften. Es wächst in vielen Gebieten und hat einen hohen Gehalt an Eisen und Calcium. Die frischen Blätter sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Vorsicht: giftig für Ziegen. Arztbesuch bei Beschwerden empfohlen.

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

Die Knoblauchsrauke ist eine vielseitige Heil- und Gewürzpflanze mit wundheilenden und antiasthmatischen Eigenschaften. Sie wird bei Insektenstichen, Entzündungen und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die Pflanze hat einen ausgeprägten Knoblauchgeruch und kann in verschiedenen Gerichten verwendet werden. Sammelzeit ist von März bis April, die Blütezeit von April bis Juli.

Klappertopf, Großer (Rhinanthus angustifolius)

Der Große Klappertopf ist eine einjährige, giftige Pflanze von 20 bis 60 cm Höhe, die auf nährstoffarmen Wiesen und in lichten Wäldern vorkommt. Verwendet wird sie bei Bindehautentzündungen, allerdings nicht zur Eigenanwendung. Die Blüten sind zygomorph und gelb mit einer violetten Oberlippe. Inhaltsstoffe sind Aucubin und Bitterstoffe.

Kermesbeere, Indische (Phytolacca esculenta)

Die Indische Kermesbeere ist eine hochgiftige Pflanze, die früher bei Rheuma und Gicht verwendet wurde. Heute wird sie homöopathisch gegen Gelenkrheumatismus, Brustdrüsenentzündung und Grippe eingesetzt. Die Pflanze ist in Südasien verbreitet und enthält schädliche Inhaltsstoffe, ist jedoch auch in der traditionellen chinesischen Medizin von Bedeutung.

Kermesbeere, Amerikanische (Phytolacca americana)

Die Amerikanische Kermesbeere ist eine giftige, mehrjährige Pflanze, die traditionell bei Rheuma und Gicht verwendet wurde. Sie enthält Saponine und Lektine, die beim Verzehr schwere Vergiftungen verursachen können. Die Pflanze hat medizinische Anwendungen, doch rohe Teile sind gefährlich. Die Wurzel wird intern zur Behandlung von Atemwegserkrankungen genutzt.

Katzenpfötchen (Antennaria dioica)

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist eine geschützte, ausdauernde Pflanze, die in den Alpen und Mittelgebirgen wächst. Es hat erweichende, harntreibende und adstringierende Wirkungen und wird bei Bronchitis, Leberproblemen und Entzündungen angewendet. Die Pflanze ist gefährdet, überwiegend aufgrund von Bodeneutrophierung. Nur die rosafarbenen weiblichen Blüten werden gesammelt.