Giftig
Wirkung:
hautwirksam
Anwendungsbereiche:
Wurde damals bei Rheuma und Gicht verwendet. Durch seine Giftigkeit ist dies heute nicht mehr üblich. Brech- und Abführmittel, Rheuma, andere Autoimmunerkrankungen, Drüsenschwellungen, Ulkus, Bronchitis, Krebs
Homöopathie: Gelenkrheumatismus, Brustdrüsenentzündung, Angina, Grippe, Halsschmerzen mit gelber Zunge mit geschwollenen Lymphdrüsen am Hals. Außerdem zur Behandlung von Brustkrebs bei älteren Frauen.
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Wurzel
Sammelzeit:
August, September
Zu finden:
Auf Brachland, in Weinbergen, auf Schuttplätzen. Die Pflanze stammt aus Nordamerika und ist aus botanischen Gärten und Klostergärten ausgewildert.
Das natürliche Verbreitungsgebiet befindet sich in Nordamerika, sie ist in einigen Gebieten Eurasiens ein Neophyt.
Inhaltsstoffe:
Saponine, Lektine, Farbstoffe (Betanin), Phytolaccatoxin, Stärke, Bitterstoffe, Mineralstoffe
Sonstiges:
Die Amerikanische Kermesbeere ist eine mehrjährige Pflanze, die 1 bis 3 Meter hoch wird. Der purpurfarbene, dicke Stängel wächst aufrecht und kann an der Basis verholzen. Die Blätter sind wechselständig, eiförmig bis lanzettlich, rau und bis zu 30 Zentimeter lang. Der Blattstiel ist 4–6 Zentimeter lang, und die Blätter sind oft wellig. Die Blütezeit ist von Juli bis September, dabei entstehen hängende Blütenstände. Die kleinen, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit einfachen Kelchblättern. Diese sind verkehrt-eiförmig und meist weißlich bis rosa. Es gibt meist zehn kurze Staubblätter und zehn oberständige Fruchtblätter, die bis zur Hälfte verwachsen sind. Die unreifen Früchte sind grün und flach kugelig, während die reifen Früchte schwarz-purpurfarben, glatt und bis zu 1 Zentimeter groß sind.
🛑 Rohe oder nicht fertig gekochte Pflanzenteile sind giftig, da sie stark schleimhautreizende Saponine und giftige Lektine enthalten. Der Verzehr führt zu Erbrechen, blutigen Durchfällen, Schwindel und Blutdruckabfall. In schweren Fällen treten Krämpfe auf, die zum Tod durch Atemlähmung führen können.
Eine Räucherung mit der getrockneten Wurzel der Kermesbeere soll Geister und Dämonen erscheinen lassen (Tao-Überlieferung).
Die Shawnees, ein indianischer Stamm, verzehrten sie traditionell im „Poke Cooked Salat“. Dazu wurden junge Blätter mehrmals in Wasser gekocht, wobei das Wasser nach jedem Kochen erneuert werden musste; es wird über tödliche Vergiftungen berichtet, wenn dies unterlassen wurde.
Die Wurzel wurde in niedrigen Mengen intern verwendet, um verschiedene Atemwegsinfektionen, Angina, Arthritis und Rheuma zu behandeln. Mit Salben oder Umschlägen wurden dermatologische Probleme wie Pilzinfektionen, Akne oder Krätze behandelt. Schließlich wurde angenommen, dass die Wurzel entzündungshemmende, antivirale und mitogene Eigenschaften hat. Polio und HIV-Infektion wird erforscht (Stand 2000).
Aus dem Wurzelstock kann Seife gewonnen werden.
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