Giftig
Wirkung:
entwässernd, zusammenziehend
Anwendungsbereiche:
Aufgrund der Giftigkeit wird die Kornrade heute nicht mehr angewandt, dafür gibt es andere Pflanzen.
Verwendete Pflanzenteile:
Samen, Blätter
Sammelzeit:
Juli bis Oktober
Zu finden:
Auf Äckern und naturbelassenen Gegenden. Die Art wurde 1996 in Deutschland nach der Roten Liste gefährdeter Arten als vom Aussterben bedroht bewertet; 2018 wurde sie noch als stark gefährdet geführt.
Inhaltsstoffe:
Saponin, Githagosid, Gerbstoffe, Bitterstoffe
Sonstiges:
Die Kornrade ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 90 Zentimetern erreicht. Ihre spindelförmige Pfahlwurzel kann bis zu 85 cm lang werden. Die Pflanze hat grau-filzig behaarte oberirdische Teile und einen kaum verzweigten, aufrechten Stängel. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet, schmal-eilanzettlich und 4 bis 13 cm lang. Die Blütezeit reicht von Juni bis August, wobei die Blüten einzeln oder zu dritt auftreten. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, haben fünf Kelchblätter und fünf Kronblätter, die weiß bis rosafarben sind. Die Früchte reifen zwischen Juli und September. Die eiförmige Kapselfrucht öffnet sich mit fünf Zähnen und enthält viele schwarzbräunliche Samen.
In Nord- und Südamerika, in Australien, auf den Kanaren und im südlichen Afrika ist die Kornrade ein Neophyt.
🛑 Vorsicht!!! Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Von den Samen gelten schon drei bis fünf Gramm als giftig. Wegen der giftigen Samen und der mangelhaften Reinigung des Getreides war die Kornrade lange Zeit ein „gefürchtetes Ackerunkraut“. Heute sind Vergiftungen sehr selten; außerdem ist die Kornrade durch moderne Saatgutaufbereitung als Ackerunkraut fast ausgerottet. (Wikipedia)

Verwendet wurde die Kornrade schon seit Längeren nicht mehr und ist auch in der Volksmedizin nicht mehr üblich. Früher wurde sie verwendet als Salbenzubereitung aus den Samen bei Geschwüren, Abszessen und auch Hämorrhoiden. Innerlich wurde damals ein Auszug gemacht gegen Hautunreinheiten, Schmerzen, übersäuerten Magen, Husten aber vor allem beim Wurmbefall. Der giftige Samen wurde auch bei Gelbsucht und als harntreibendes und menstruationsförderndes Mittel gepriesen.
2003 wurde Kornrade zur Blume des Jahres gewählt.
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