Giftig
Wirkung:
appetitfördernd, verdauungsfördernd, anregend
Anwendungsbereiche:
Von einer Selbstanwendung wird abgeraten!
Reizmagen, bei Mangel an Magensäure, Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Druck im Oberbauch, regt die Speichel- und Magensaftsekretion an für eine bessere Verdauung und Nährstoffaufnahme; Homöopathie: bei Magen- und Darmerkrankungen, Geschwüren, Tumoren der Gebärmutter, Schmerzen hinter dem Brustbein, bei Auszehrung, Entzündung oder Verengung der Speiseröhre, Geschwüren an den Lippen
Verwendete Pflanzenteile:
Rinde des Stammes und der Zweige
Sammelzeit:
jederzeit
Zu finden:
Der Kletterstrauch mit sein Lianen wächst im nördlichen Südamerika, in Ecuador, Kolumbien und Peru.
Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe, Steroidesterglykoside, Vanillin, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Cumarin, Flavonoide (Hyperin, Quercitrin, Rutosid), Alkaloide und Sterole
Sonstiges:
☕ Tee: 1/2 Teelöffel geschnittene oder gepulverte Kondurangorinde mit 1 Tasse kaltem Wasser ansetzen. Einmal aufkochen und erst nach dem vollständigen Erkalten abseihen und trinken. Den Tee jeweils 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten trinken. Er wird die Magensaftsekretion zuverlässig anregen.
Der Kondurangostrauch ist ein verholzender Kletterstrauch, der bis zu 9 Meter hoch und 10 bis 60 Zentimeter dick werden kann. Die Sprossachsen sind behaart und die Rinde hat eine grau-braune Farbe mit weißen Flecken. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet, haben einen kurzen behaarten Blattstiel und eine spitze, bis zu 12 Zentimeter lange Blattspreite, die herz- bis pfeilförmig ist. An den Blattunterseiten sind sie stark samtig behaart, während die Oberseite nur leicht behaart ist. Es bilden sich achselständige Blütenstände mit zwittrigen, gelblich-weißen, glockenförmigen Blüten. Die Blüten haben eine doppelte Blütenhülle und fünf Teile. Die Staub- und Fruchtblätter sind in einem Gynostegium angeordnet. Die eiförmige Balgfrucht enthält Samen mit Haarschöpfen.
Kondurango hat behaarte Triebe und Blätter, der Stamm wird mit rund 10 cm Durchmesser nicht umfangreich. Die doldenförmigen Blütenstände mit beinahe weißen Blüten duften nach Vanille.
🛑 Vorsicht: Wer an einer Latexallergie leidet könnte auch auf Kondurango empfindlich reagieren. Bei unsachgemäßer Anwendung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Je nach Dosis reichen die Symptome von Erbrechen und Krampfanfällen bis hin zur Lähmung des Respirationszentrums. Erste Symptome treten bei subkutaner und stomachaler Anwendung erst nach mehreren Stunden auf, intravenös bereits nach einer viertel bis halben Stunde.
Bei den Inkas und Indianer wird bei Stammesfesten, der Rauch der Rinde eingeatmet, um in Kontakt mit den Ahnen zu kommen oder um Reisen in eine andere Welt anzutreten. Der Rauch verleiht Hellsichtigkeit und der Schamane blickt damit in die Zukunft und bekommt seine Fragen beantwortet. Die Pflanze verleiht den Schutz der Götter und heilt Verletzungen.
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