Wirkung:
vitaminreich, verdauungsanregend, krebshemmend
Anwendungsbereiche:
Magen- und Darmgeschwüre, Entzündungen im Dick- und Dünndarm, Katarrhen, Ekzeme, Venenentzündungen, Rheuma, Gicht, Neuralgien, Tuberkulose;
Entzündete Herde in allen Teilen des Körpers, Zahn- und Gesichtsneuralgien, um Abszesse zu öffnen, Kopfschmerzen
Verwendete Pflanzenteile:
Kopf
Sammelzeit:
im Winter des ersten Jahres
Zu finden:
Bei Bauern, in Einkaufsläden
Inhaltsstoffe:
Vitamin C, Folsäure, Beta-Carotin, Lycopin, Lutein, Zeaxanthin, Mineralstoff Kalzium, Eisen, Magnesium, Ballaststoffe, Enzyme, Glucosinolate (Vitamin U), Flavonoide
Sonstiges:
Der Gemüsekohl ist eine krautige Pflanze, die ein- oder zweijährig ist, manchmal verholzt und meist 50 bis 100 Zentimeter hoch wird. Der Stängel ist aufrecht und wenig verzweigt. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, oft blau bereift und meist kahl. Sie sind leierförmig und können auch ungeteilt sein. Die Blütezeit reicht von April bis September. Der Blütenstand ist locker, die offenen Blüten stehen tiefer als die Knospen. Die Blüten sind vierzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind schmal-elliptisch und 6 bis 12 Millimeter lang, während die Kronblätter 12 bis 26 Millimeter lang und schmal sind. Die Früchte sind typische Schoten, die 4 bis 13 Zentimeter lang und 3 bis 4 Millimeter breit sind und 8 bis 16 Samen enthalten.
Aus dem Wildkohl der Urzeit wurden viele eigenständige Gemüsesorten. Trotzdem – alle Kohlsorten sind aus einem gemeinsamen Stamm gezüchtet. Weißkohl, Rotkohl, Grünkohl, Wirsing, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Spitzkohl, Brokkoli und Chinakohl haben die selben Vorfahren und eines gemeinsam, sie sind für uns besonders gesund und fühlen sich in der Kälte sichtlich wohl.
Das enthaltene Vitamin C, das normalerweise durch den Kochvorgang weitgehend verloren geht, wird beim Kohl durch bestimmte Enzyme stabilisiert.
Roher Kohlsaft wird bei den Anwendungsbereichen genutzt, 1/2 Liter Saft täglich über mindestens 4 Wochen genommen, kann diese Leiden zum Positiven verändern.
Kohl in der Küche verwenden: Die äußeren Blätter des Kohls werden entfernt, da sie oft Schadstoffe und Rückstände von Spritzmitteln enthalten. Dann die übrigen Blätter abtrennen, den Strunk entfernen, waschen, klein schneiden und etwa 1/2 Stunde kochen. Wer sich das Schneiden ersparen will, kocht die ganzen Blätter etwas länger und dreht den Kohl anschließend durch einen Fleischwolf. Je nach Rezept geht es jetzt weiter.
Kohlsorten:
- Blumenkohl hat viele B-Vitamine und Stoffe, die wichtig für Herz und Kreislauf sind, deshalb besonders für ältere Menschen zu empfehlen und auch roh zu genießen.
- Rosenkohl gibt es noch nicht sehr lange (100 Jahre), er enthält viel Vitamin C und Anti-Stress-Enzyme.
- Kohlrabi enthalten neben den wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen Senföle, die den Körper sanft desinfizieren. Mit den Blättchen und oft roh essen.
- Brokkoli ist das Gemüse aller Raucher, er enthält Sulforaphan, das dazu beiträgt, das Krebsrisiko zu senken, weil es die Entwicklung von Krebszellen hemmt.
- Rotkohl wirkt durch seine farbigen, sekundären Pflanzenstoffe, denen man antioxidative Wirkung zuschreibt und die ebenfalls krebshemmendes potenzial besitzen.
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