Giftig
Wirkung:
hautwirksam
Anwendungsbereiche:
Wurde damals bei Rheuma und Gicht verwendet. Durch seine Giftigkeit ist dies heute nicht mehr üblich.
Homöopathie: Gelenkrheumatismus, Brustdrüsenentzündung, Angina, Grippe, Halsschmerzen mit gelber Zunge mit geschwollenen Lymphdrüsen am Hals. Außerdem zur Behandlung von Brustkrebs bei älteren Frauen.
Verwendete Pflanzenteile:
Beeren, Wurzel
Sammelzeit:
August, September
Zu finden:
Auf Brachland, in Weinbergen, auf Schuttplätzen. Die Indische Kermesbeere ist in Südostasien in China, Japan, Nord- und Südkorea sowie Indien verbreitet.
Inhaltsstoffe:
Saponine, Lektine, Farbstoffe (Betanin), Phytolaccatoxin, Stärke, Bitterstoffe, Mineralstoffe
Sonstiges:
Die Indische Kermesbeere ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die über 1 Meter hoch wird. Sie hat eine dicke Wurzelknolle und eine stark verzweigte, hellgrüne bis violette Sprossachse. Die langen, ovalen Laubblätter können bis zu 26 cm messen. Zwischen Juni und August blüht sie mit kleinen, weißlichen Blüten in traubigen Blütenständen. Die gekammerten Beeren sind rötlich purpurviolett bis schwarz und die Blüten- und Fruchtstände stehen aufrecht.
🛑 Die Indische Kermesbeere ist potenziell giftig! Sie enthält das Triterpen-Saponin Phytolaccagenin, allerdings in weit geringerer Konzentration als die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana). Chinesischen Berichten zufolge wirkt Phytolacca acinosa psychoaktiv. Eine betäubende Wirkung ist nicht auszuschließen.
Eine Räucherung mit der getrockneten Wurzel der Kermesbeere soll Geister und Dämonen erscheinen lassen (Tao-Überlieferung).
Junge Blätter werden als Gemüse, Samen als Schneckenmittel verwendet.
In der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin) wird die Indische Kermesbeere zur Behandlung von Tumoren, Ödemen und bei bronchialen Beschwerden eingesetzt, in Tibet bei schmerzenden Verletzungen.
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