Ferkelkraut, Einköpfiges (Hypochaeris uniflora)

Wirkung:

leberstärkend, vitaminreich

Anwendungsbereiche:

Verdauungshilfe, Leber- und Gallebeschwerden

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Frühling

Zu finden:

Meist auf Wiesen. Alle 40 vorkommenden Arten sind gefährdet.

Inhaltsstoffe:

Vitamine A, C, B-Gruppe, D, E, Calcium, Kupfer, Eisen, Eiweiß, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Sonstiges:

Das Einköpfige Ferkelkraut ist eine ausdauernde, sommergrüne Pflanzenart, die 15 bis 50 Zentimeter hoch wird. Der aufrechte Stängel ist einfach, selten zweiköpfig und steif behaart, meist blattlos oder mit wenigen Blättern. Es bildet eine grundständige Rosette mit zwei bis sieben Laubblättern. Diese sind ungestielt, lanzettlich bis schmal eiförmig, unregelmäßig gezähnt, rau und ungefleckt. Die Blütezeit ist von Juli bis September. An jedem Stängel gibt es nur einen endständigen Blütenstand, wobei das Stängelende unterhalb des Blütenkörbchens verdickt ist. Die Hülle ist fast kugelig. Die äußeren und mittleren Hüllblätter sind 20 bis 25 mm lang, lanzettlich und unregelmäßig gefranst. Die mittleren Hüllblätter sind nur fein zugespitzt. Auf dem Boden des Körbchens befinden sich längliche Spreublätter. Das Blütenkörbchen hat einen Durchmesser von 3,5 bis 6 cm und enthält nur zwittrige, hell goldgelbe Zungenblüten. Die 1,5 cm langen Achänen enden in einem kurzen Schnabel, und der Pappus besteht aus gelblich-weißen, fedrigen Borsten.

In der Küche kann man Ferkelkraut als Salat oder Spinat essen. Die Blütenknospen schmecken in Gemüsezubereitungen. Die größeren Blätter sollte man vorher in kaltes Wasser legen um sie zu entbittern.

Die Pfahlwurzel kann getrocknet und geröstet, als Kaffeeersatz dienen.

Ferkelkraut ähnelt stark dem Löwenzahn. Die Blätter sind aber rau behaart und fleischiger und der Stängel, der die Blüte trägt, ist verzweigt und blattlos.

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