Föhre / Kiefer / Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)

Wirkung:

keimtötend, wassertreibend, durchblutungsfördernd, schleimlösend, schmerzlindernd, belebend

Anwendungsbereiche:

Lungenerkrankungen, Bronchitis, Husten, festsitzender Schleim, Erkältung, beruhigt überreizte Nerven, Zahnschmerzen, Rheuma, Gicht, Muskelschmerzen, stumpfe Verletzungen

Verwendete Pflanzenteile:

Harz und Triebspitzen

Sammelzeit:

Mai

Zu finden:

In Kiefernwälder. Einzelne Bäume, die nicht in stark gespritzten Wäldern stehen sind Anlaufstelle. Wichtig ist, vorher den Besitzer zu fragen!

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Harzsäuren, Vitamin C, Wachs, Salicinerin, Lauricin, Picein

Sonstiges:

☕ Tee: 2 Teelöffel Sprossen (getrocknet oder frisch) mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Mit Honig gewürzt trinken. 3 Tassen am Tag sind ausreichend.

Die Waldkiefer ist ein schnellwachsender immergrüner Nadelbaum, der Höhen von bis zu 48 m und einen Stammdurchmesser von bis zu 1 m erreichen kann. Sie kann bis zu 600 Jahre alt werden und hat verschiedene Wuchsformen, darunter schmale kegelförmige und breite schirmförmige Kronen. Ältere Bäume haben oft eine halbkugelige Krone und einen langen Stamm mit abgestorbenen unteren Ästen. An speziellen Standorten bildet die Waldkiefer eine ausladende Schirmkrone. Die Borke ist in der Jugend glatt und wird später grob mit roten Schuppen. Die Nadeln sind 4 bis 7 cm lang, blaugrün, und wachsen paarweise. Sie haben besondere Eigenschaften, die die Verdunstung regulieren. Männliche Blüten sind kugel- bis eiförmig und werden rotbraun, während weibliche Blüten rötlich sind und Samen nach der Befruchtung bilden. Die Blütezeit ist von April bis Mai, und die reifen, dunkelgraubraunen Zapfen reifen im November des zweiten Jahres.

🛑 Da die Harze unverarbeitet den Magen-Darmtrakt und die Nieren reizen können, sollten sie nicht überdosiert verwendet werden.

Das Kiefernharz ist ein Gegenzauber- und Schutzmittel.

Alle Anwendungen und Zubereitungen von Fichte und Tanne sind auch mit Kiefer möglich (und umgekehrt).

Aus dem Harz werden mit einer Salbengrundlage gute Cremen bei Rheumaschmerzen oder Neuralgien. Es ist natürlich auch ein gutes Mittel für den Brust- und Rückenbereich, der das Abhusten bei einer Erkältung erleichtert. Außerdem lässt sich aus dem Harz Terpentinöl und Kolophonium gewinnen. Das Terpentinöl wirkt hautreizend und antiseptisch und wird auch bei rheumatischen Erkrankungen verwendet. Nur bei längerer Einwirkung können schmerzhaft Hautentzündungen auftreten, genauso auch geschwürige Veränderungen und tiefgreifende Gewebezerstörungen. Außerdem können Bronchospasmen verstärkt werden.

Das Kiefernnadelöl ist ein ätherisches Öl und wirkt schleimlösend und wird bei Bronchitis angewandt.

Kieferrindenextrakt wirkt entzündungshemmend und kann bei Arthritis verwendet werden.

In der Küche kann aus den jungen Trieben und Blütenzapfen ein Sirup gekocht werden, oder man nimmt sie zum Aromatisieren von Spirituosen. Die jungen Nadeln können frisch oder getrocknet als Gewürz für Salate und verschiedene Speisen genutzt werden. Der Blutungssaft enthält einen Vanilingrundstoff und wurde ebenfalls in der Küche verwendet.

Die Waldkiefer wurde 2007 zum Baum des Jahres gewählt und in Österreich als Rotföhre 2022.

Bachblüte Nr. 24 – Pine: wird aus den Blüten der Kiefer bereitet. Sie hilft dabei, die eigenen Grenzen zu erkennen, ohne sich mit Schuldgefühlen zu belasten. Mit ihr lernt man aber auch, die eigenen Schwächen mit einem Lächeln hinzunehmen. Sie ist die Blüte der Akzeptanz, man gewinnt ein gesundes Verhältnis zu eigenen Fehlern.

Hildegard von Bingen: Ihr Saft ist brauchbar für Salben und Augenmittel. Wenn jemand Salben bereitet, so füge er den Saft ihrer Zweiglein bei und sie werden kräftiger und besser. Oder wenn jemand Augensalbe macht, füge er den Saft ebenfalls bei, und die Augen werden strahlen und besser sehen. Allein taugt sie zu keinem Heilmittel, aber als Zusatz.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Bild: Wikipedia, Maria João Santos, CC BY-SA 4.0

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