Fettkraut (Pinguicula vulgaris)

Wirkung:

hustenstillend, wundheilend, abführend

Anwendungsbereiche:

Wunden, aufgesprungener Haut an den Lippen oder Brüsten, bei Gichtanfall, Geschwülste, Ischias, Leberleiden und Magen-, Brust- und Lungenerkrankungen, Homöopathie: aufgesprungene Haut, zur Schmerzstillung, Tuberkulose, Knochenbrüche

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Sammelzeit:

Steht unter strengen Naturschutz!!! in Deutschland In der Schweiz ist es teils auf kantonaler Ebene geschützt, gilt allerdings weitestgehend als ungefährdet.

Zu finden:

Ist bereits vielerorts ausgestorben. Auf feuchten Felsen, Quell- und Flachmooren im Gebirge.

Inhaltsstoffe:

Labenzyme, eiweißspaltende Enzyme, Zimtsäure

Sonstiges:

Das Gemeine Fettkraut ist eine mehrjährige Pflanze. Aufgrund seiner karnivoren Lebensweise hat es schwach ausgebildete Wurzeln, die kurz und fein sind. Diese Wurzeln sind 1–3 cm lang, sterben bei der Bildung von Winterknospen ab und werden jährlich neu gebildet. Fünf bis elf fleischige, gelblich bis hellgrüne Blätter bilden eine flach am Boden liegende Rosette mit bis zu 16 cm Durchmesser. Die Blätter sind klebrig und fangen kleine Insekten wie Trauermücken und Ameisen sowie Pollen. Von Mai bis August blüht das Gemeine Fettkraut mit bis zu sechs 15 cm hohen Blütenstielen, die rosa-violett bis weiß sind. Die Blüten sind zygomorph und haben einen weißen Schlundfleck. Die sich entwickelnden eiförmigen Fruchtkapseln enthalten viele feine, schwarze Samen.

Das Fettkraut ist eine fleischfressende Pflanze.

Die Blattoberfläche glänzt, denn auf ihr befinden sich klebrige Drüsensekrete, auf denen kleine Insekten hängen bleiben, die der Nährstoffversorgung über die Blätter dienen und hier von einem Labenzym verdaut werden.

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