Bischofskraut, eine ein- bis zweijährige Pflanze, bietet harntreibende, krampflösende und desinfizierende Wirkungen. Es hilft bei Bronchitis, Krämpfen und Herzproblemen. Insbesondere die Früchte werden verwendet. Hohe Dosierungen können Nebenwirkungen hervorrufen, und die Pflanze ist in der Schwangerschaft sowie bei Leberproblemen gefährlich. Die therapeutische Wirksamkeit bleibt umstritten.
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Bingelkraut, Einjähriges (Mercurialis annua)
Das Einjährige Bingelkraut ist eine giftige Pflanze mit abführenden und verdauungsfördernden Eigenschaften. Es wird bei verschiedenen Erkrankungen wie Bronchitis, Rheuma und Verdauungsstörungen verwendet. Die Blütezeit ist von Juni bis Herbst. Zusätzlich hat es eine historische Verwendung in der Magie und als Farbstoff. Achtung: Ärztliche Konsultation bei Beschwerden empfohlen.
Besenginster (Cytisus scoparius)
Der Besenginster ist ein giftiger Strauch, dessen Blüten und Blätter bei niedrigem Blutdruck und Herzrhythmusstörungen eingesetzt wurden. Wegen seiner Toxizität wird eine Eigenanwendung jedoch nicht empfohlen. Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen und Kopfschmerzen. Fachkundige Aufsicht ist bei der Verwendung erforderlich; die Pflanze kann auch als Räucherwerk dienen.
Berberitze, Gewöhnliche (Berberis vulgaris)
Die Berberitze ist ein giftiger Strauch, dessen Wurzel, Blätter und Früchte unterschiedliche heilende Wirkungen haben. Hauptanwendungen sind bei Gelbsucht, Leber- und Gallenproblemen, Rheuma und speziellen Augenbeschwerden. Die Früchte sind essbar und reich an Vitaminen, während die anderen Pflanzenteile wegen des Alkaloids Berberin gefährlich sind und Überdosierungen vermeiden sollten.
Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi syn. Arbutus uva-ursi)
Die Bärentraube ist ein immergrüner Strauch mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und harntreibenden Eigenschaften. Sie wird zur Behandlung von Harnwegsentzündungen, Blasenentzündungen und Gicht eingesetzt. Ihre Blätter und Beeren sind essbar, jedoch sind Einschränkungen in der Anwendung zu beachten, insbesondere während Schwangerschaft und bei Lebererkrankungen.
Boldo (Peumus boldus)
Peumus boldus, ein immergrüner Strauch aus Chile, wirkt krampflösend, entzündungshemmend und antioxidativ. Er wird bei Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Schmerzen angewendet. Die Blätter und Früchte werden frisch, getrocknet oder als Tee genutzt. Vorsicht ist bei Gallen- und Lebererkrankungen sowie bei der Anwendung bei Kindern geboten.
Bambus (Phyllostachys bambusoides)
Bambus ist eine vielseitige Pflanze, die bei der Behandlung von Haut- und Atemproblemen sowie zur Stärkung von Haaren und Nägeln verwendet wird. Die jungen Sprossen sind nährstoffreich, aber roh giftig. Neben medizinischen Anwendungen werden Bambushalme in Möbeln und Bauarbeiten verwendet. Die Pflanze symbolisiert Bescheidenheit und Veränderung.
Balsamstrauch (Cedronella canariensis syn. Cedronella triphylla)
Der Balsamstrauch wirkt keimhemmend und entzündungshemmend, und wird bei Atemwegserkrankungen sowie Schmerzen eingesetzt. Er wächst auf den Kanarischen Inseln, Madeira und den Azoren und hat rosafarbene Blüten. Die Blätter sind für Aromatherapie und Räuchern geschätzt. Eine Tinktur mit anderen Kräutern hilft bei Grippe und zur Stärkung des Immunsystems.
Bachnelkenwurz (Geum rivale)
Die Bach-Nelkenwurz ist eine ausdauernde Pflanze mit vielfältiger Wirkung, darunter blutstillend und entzündungshemmend. Sie findet Anwendung bei Bindehautentzündung, Schlaflosigkeit und Herzschwäche. Die Pflanze wird in der Küche genutzt und hat eine zentrale Rolle in der Naturheilkunde. Vorsicht ist bei der Anwendung des ätherischen Öls geboten.
Artischocke (Cynara scolymus)
Die Artischocke wirkt antioxidativ, leberschützend und verdauungsfördernd. Sie reinigt Organe, senkt Cholesterin und Blutzucker, fördert die Durchblutung und wird in der Küche vielseitig verwendet. Neben gesundheitlichen Vorteilen besitzt sie auch spirituelle Eigenschaften und sollte mit Vorsicht bei Allergien sowie bestimmten Erkrankungen konsumiert werden.