Bischofskraut (Ammi visnaga syn. Daucus visnaga)

Wirkung:

harntreibend, krampflösend, durchblutend, desinfizierend

Anwendungsbereiche:

Bronchitis, Harnleiter, Gallenwege, Magen- und Darmprobleme, Herzkranzgefäße, bei Asthma – Herzbeklemmungen und Verkrampfungen, Durchblutung, Angina pectoris, Keuchhusten, Bronchial-Asthma, Magen- und Darmkrämpfe, Gallenkolik, Nierenkolik, nach Steinoperationen, nach Steinzertrümmerungen

Verwendete Pflanzenteile:

Früchte

Sammelzeit:

ab August

Zu finden:

Findet man im Mittelmeerraum, in besonders geschützten Lagen. Manchmal verwildert, ansonsten Gartenpflanze.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, ätherisches Öl, fettes Öl, Proteine, Cumarine, Pyranocumarin, Visnagin, Khellin

Sonstiges:

Das Bischofskraut ist eine ein- bis zweijährige Pflanze mit Wuchshöhen von 45 bis 100, selten bis zu 200 Zentimetern. Die unteren Blätter sind einfach gefiedert, die oberen zwei- bis dreifach. Die Blüten stehen in Dolden mit 45 bis 125 Doldenstrahlen. Diese sind abstehend, später aufrecht und verdicken sich. Die Hüllblätter sind mindestens so lang wie die Doldenstrahlen und fadenförmig. Zur Fruchtzeit sind die Doldenstrahlen dicht zusammengezogen. Die zwittrigen Blüten haben fünf Kronblätter, die weiß und herzförmig sind. Die Randblüten haben oft größere Kronblätter. Die kahlen Doppelachänen sind eiförmig und gerippt.

🛑 Wenn Bischofskraut zu hoch dosiert wird, kommt es zu einer leichten Benommenheit und Kopfschmerzen. Hohe Dosierungen erhöhen auch die Leberenzyme, also bitte nicht anwenden wenn die Leber bereits angegriffen ist oder andere Substanzen eingenommen werden, die leberschädigend wirken. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auch auf Khella verzichtet werden. Von ausgedehnten Sonnenbädern und dem Besuch des Solariums ist wegen der Lichtempfindlichkeit der Haut abzuraten.

Die Blüte des Bischofskraut oder auch Khella genannt, besteht aus schirmförmigen Doppeldolden, deren verholzte Doldenstrahlen in Nordafrika als Zahnstocher genutzt werden. Sie ähnelt in der Wuchsform unserer heimischen Karotte und die Früchte sehen wie Anis, Kümmel oder Fenchelsamen aus und riechen würzig.

Die Negativ-Monographie der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes zu den Ammi-visnaga-Früchten stellte 1994 fest: „Die Wirksamkeit der Droge ist nicht ausreichend belegt, daher kann die therapeutische Anwendung aufgrund der Risiken nicht empfohlen werden.“

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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