Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi syn. Arbutus uva-ursi)

Wirkung:

entzündungshemmend, antibiotisch, harnregulierend, antibakteriell, leicht harntreibend, adstringierend (zusammenziehend), antiseptisch

Anwendungsbereiche:

Entzündungen der Harnwege, Blasenentzündungen, Nierenbeckenentzündung, Bettnässen, schwache Blase, Husten, Durchfall, zur Entgiftung der Niere, chronische Blasenkatarrhe, Scheidenkatarr, Schmerzen durch Harnsteine und Harngrieß, Nierensteine, baut die Harnsäure im Körper ab, Gicht, Zystitis, vaginale Infektionen, Hefepilzinfektionen im Vaginalbereich, beugt postpartalen Infektionen vor, unterstützt die Wundheilung, Skorbut, muskelentspannend, Magen- und Darmkrämpfe, Magenverstimmung

Verwendete Pflanzenteile:

junge Blätter, Beeren

Sammelzeit:

Sommer bis Herbst

Zu finden:

In den Alpen Tirols, Südtirols und in der Schweiz auf Kalkböden. Da die Pflanze vom aussterben bedroht ist, gibt es hierzu gebietsweise Sammelvorschriften. In Deutschland ist sie geschützt, in der Schweiz nicht.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Tannine, Phenolglykoside, Arbutin, Methylarbutin, Hydrochinon-Derivate, Gallussäure, Flavonoide, Ursolsäure

Sonstiges:

☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kraut wird mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergossen. Dann wird es für 12 bis 24 Stunden ziehen gelassen und anschließend abseihen. Leicht erwärmt, 3 Tasse pro Tag.

Bärentraube ist ein immergrüner, niedrigliegender Strauch der zwischen 5 bis 50 cm hoch wächst. Er gehört zu den Heidekrautgewächsen. Die wechselständigen, schaufelförmigen Blätter sind klein und glänzend und fühlen sich dick und steif an. Die Unterseite ist heller gefärbt als die grüne Oberseite. Die Blätter werden bis zu 2,5 cm lang und haben abgerundete Spitzen. Im Herbst verfärben sich die Blätter von dunkelgrün zu rötlich-grün und dann in violett. Die kleinen dunkelbraunen Knospen haben drei Schuppen. Die Bärentraube hat kleine weiße oder rosa, urnenförmige Blüten, die von Mai bis Juni in endständigen Büscheln erscheinen. Sie reifen zu rosafarbenen bis leuchtend roten fleischigen Steinfrüchten heran. Die Früchte haben einen Durchmesser von 0,65 bis 1,25 cm und bleiben bis zum Winter an der Pflanze. Jede mehlige Frucht enthält bis zu fünf winzige harte Samen. Das Wurzelsystem besteht aus einer faserigen Hauptwurzel mit verborgenen Stämmen, aus denen sich die Stängel des Krauts entwickeln. Diese hängenden Stängel bilden geschichtete Matten mit kleinen Wurzeln und haben Stängel, die im reifen Zustand bis zu 15 cm hoch werden und eine rötlich-braune Rinde haben. Die jüngeren Zweige sind weiß bis blassgrün.

🛑 In der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter zwölf Jahren ist diese Pflanze nicht zu empfehlen und bei Bluthochdruck. Nach 8-tägiger Einnahme der Bärentraube muss man den Gebrauch erst einmal beenden, es besteht eine Leberschädigung. Sie ist nicht zur dauerhaften Anwendung geeignet, das heißt nicht öfter als 5 Mal im Jahr verwenden, da das aus dem Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend ist und auch eine Schädigung der Leber möglich ist. Am besten ist die Pflanze für die Akutbehandlung geeignet. Bärentraube kann bei manchen Menschen Übelkeit hervorrufen und zu Magenreizungen führen, bei einer Überdosierung kann es zu Verstopfung kommen. Es kann helfen, die Blätter der Bärentraube vor der Anwendung über Nacht einzuweichen.

Bärentraube wird häufig in Räuchermischungen verwendet.

In der Küche können die Früchte roh oder gegart gegessen werden. Roh schmecken sie fade, trocken und mehlig, gekocht sind sie süßer. Aus ihr können Getränke hergestellt werden oder man verarbeitet sie zu Sirup und Marmelade.

te: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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