Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe)

Der Lungen-Enzian ist eine geschützte, ausdauernde Pflanze, die Heilwirkungen wie appetitanregend und immunstärkend hat. Sie wächst auf nährstoffarmen Wiesen, erreicht Höhen bis zu einem Meter und blüht von Juni bis Oktober. Bei gesundheitlichen Problemen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria)

Die Gewöhnliche Pechnelke ist eine ausdauernde Pflanze, die Brassinosteroide enthält, welche das Wachstum anderer Pflanzen fördern und vor Schädlingen schützen. Sie hat spezielle Stängelstrukturen, die nützliche Bestäuber anziehen, während unerwünschte Insekten abgeschreckt werden. Pechnelkenextrakt ist in Deutschland als Pflanzenstärkungsmittel zugelassen.

Grauer Leuenzahn (Leontodon incanus)

Der Graue Leuenzahn ist eine ausdauernde Pflanze, die 15 bis 40 Zentimeter hoch wird und in Trockenwäldern bis 2100 Meter wächst. Ihre Blütezeit variiert zwischen Mai und Juli. Der Leuenzahn wird nicht medizinisch genutzt und hat keine kulinarische Bedeutung. Eine Unterscheidung zu Löwenzahn erfolgt anhand der Blätter.

Lupinen (Lupinus)

Lupinen sind mehrjährige Pflanzen, deren Samen giftige Alkaloide enthalten, außer bei der Süßlupine. Sie werden nicht in der Volksmedizin verwendet, jedoch sind einige Sorten, wie die Süßlupine, essbar und reich an Proteinen. Lupinen dienen auch als Gründünger, während die giftigen Sorten schwere gesundheitliche Risiken bergen.

Mäuse-Gerste (Hordeum murinum)

Die Mäuse-Gerste ist eine krautige Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und weltweit verbreitet ist. Sie wird 6 bis 50 cm hoch, blüht meist von Mai bis August und enthält Grannen, die bei Tieren zu Juckreiz und Entzündungen führen können. Besonders Hunde sind gefährdet. Arztbesuche sind bei Beschwerden wichtig.

Weiße Lichtnelke / Weißes Leimkraut / Nachtnelke (Silene latifolia)

Die Weiße Lichtnelke ist eine mehrjährige Pflanze mit abführenden, entzündungshemmenden Eigenschaften und wird bei Atemwegserkrankungen, Husten und Rheuma angewendet. Sie hat duftende weiße Blüten und wächst an Ruderalstandorten. Ihre Blüte zieht Nachtfalter an, die zur Bestäubung beitragen. Sammelzeit erfolgt im Frühling und Herbst.

Moschuskraut (Adoxa moschatellina)

Das Moschuskraut ist eine mehrjährige Pflanze, die 5 bis 15 cm hoch wird und bakterienhemmend wirkt. Es kommt in Laubwäldern der gemäßigten Nordhalbkugel vor. Die Fortpflanzung erfolgt vegetativ, und die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die Früchte riechen nach Erdbeeren und enthalten flache Samen.

Gelbe Narzisse / Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus)

Die Gelbe Narzisse oder Osterglocke ist eine giftige, hautreizende Pflanze, die vor allem von März bis April blüht. Sie enthält Alkaloide und kann bei unsachgemäßer Anwendung Übelkeit und Lähmungen verursachen. Trotz ihrer Gefahren ist sie eine beliebte Gartenblume mit symbolischer Bedeutung und beeindruckender Vielfalt in Kulturformen und Hybriden.

Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

Die Grüne Nieswurz ist eine stark giftige Pflanze, die nicht mehr in der Medizin verwendet wird. Früher heilend, wird sie heute aufgrund ihrer Toxizität als Zierpflanze kultiviert. Sie hat charakteristische, handförmige Blätter und blüht von März bis Mai. Ihre Inhaltsstoffe verursachen ernsthafte gesundheitliche Risiken.

Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus)

Die Vielblättrige Lupine ist eine giftige Pflanze, die in Nordamerika verbreitet ist und 60 bis 150 Zentimeter hoch wird. Ihre Samen sind besonders gefährlich und können zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Die Pflanze blüht von Mai bis August und besitzt charakteristische blaue oder weiße Blüten.