leicht giftig
Wirkung:
schützend
Anwendungsbereiche:
in der Volksheilkunde keine bekannt
Verwendete Pflanzenteile:
–
Sammelzeit:
geschützt
Zu finden:
in lichten Wäldern und auf Trockenrasen, geschützt
Inhaltsstoffe:
Brassinosteroide
Sonstiges:
Die Gewöhnliche Pechnelke ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 30 bis 60 cm hoch wird, manchmal bis zu 90 cm. Sie bildet grundständige, nicht blühende Blattrosetten. Der Stängel und der meist rötliche Blütenstand sind stark klebrig. Die Laubblätter sind länglich-lanzettlich und am Grund behaart. Manchmal sind die Pflanzen zweihäusig, also mit männlichen und weiblichen Blüten. Der traubige Blütenstand hat die Form einer lockeren Thyrse. Die Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Der Kelch ist 9 bis 16 mm lang. Die rosa- bis purpurfarbenen Kronblätter sind meist 12 bis 20 mm lang und besitzen zweispaltige Kronschuppen. Bei den zwittrigen und männlichen Blüten gibt es zwei Kreise mit fünf Staubblättern. Der Fruchtknoten besteht aus fünf verwachsenen Fruchtblättern und enthält viele Samenanlagen. Die reife Kapselfrucht öffnet sich fünfzähnig.
Die Pechnelke enthält Brassinosteroide, die das Wachstum anderer Pflanzen im Beet stärkt und auch vor Schädlingen schützt. Diese wertvollen Verbindungen fördern nicht nur die Zellteilung und -dehnung, sondern tragen auch dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen ungünstige Umweltbedingungen zu erhöhen. Zudem wirken sie synergistisch mit anderen Wachstumsfaktoren, was zu einer insgesamt verbesserten Gesundheit des Pflanzenbestandes führt. Ein Beet, das mit Pechnelken angereichert ist, profitiert somit nicht nur von einer aktiveren Photosynthese, sondern auch von einer höheren Ertragsqualität der angebauten Pflanzen.
Die Besonderheit und auch der Name der Pechnelke kommt von dem einzigartigen Aufbau des Stängels, der sich markant abwechselt zwischen einem grünen, glatten Bereich und einem roten, klebrigen Abschnitt. Diese spezielle Struktur fungiert als natürliche Barriere und sorgt dafür, dass Schädlinge wie Blattläuse, Ameisen und Schnecken keine Chance haben, sich auf der Pflanze niederzulassen und Schaden anzurichten. Während diese Schutzmechanismen für unerwünschte Insekten absolut effektiv sind, bleiben nützliche Bestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge unberührt und können ihre wichtige Rolle im Ökosystem ungehindert erfüllen. Zudem trägt die auffällige Färbung des Stängels dazu bei, die Aufmerksamkeit von Pollentieren anzuziehen, was schließlich zu einer verbesserten Bestäubung und Fruchtbildung führt.
Pechnelkenextrakt ist in Deutschland als Pflanzenstärkungsmittel zugelassen.
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