Lupinen (Lupinus)

Giftig

Wirkung:

Giftig bis auf die Süßlupine

Anwendungsbereiche:

wird in der Volksmedizin nicht genutzt

Verwendete Pflanzenteile:

Samen

Sammelzeit:

Zu finden:

Weiße Lupine (Lupinus albus) auf der Balkanhalbinsel, in der Ägäis und in der Türkei, Blaue Lupine oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius) und die Lupinus micranthus in Südeuropa, Nordafrika und Vorderasien, Gelbe Lupine (Lupinus luteus) Portugal, Spanien und die Ägäis, Lupinus hispanicus in Portugal und Spanien, Lupinus cosentinii in Portugal, Spanien, Italien, auf Korsika, Sardinien, Sizilien, in Marokko und in Tunesien, Lupinus digitatus in Marokko, Algerien und in Ägypten, Lupinus princei im tropischen Afrika, Lupinus pilosus in Griechenland, auf Inseln in der Ägäis und in Vorderasien, Lupinus palaestinus in Jordanien, Israel und auf der Sinai-Halbinsel, Lupinus atlanticus in Marokko

Untergattung Platycarpos: Die Hülsenfrüchte sind meist flach. Die mehreren hundert Arten haben ihre natürliche Vorkommen nur in der Neuen Welt zum Beispiel die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) – auch Stauden-Lupine.

Inhaltsstoffe:

Proteine, Alkaloide, Chinolizidin-Alkaloiden

Sonstiges:

Lupinus-Arten sind meist mehrjährige krautige Pflanzen, die zwischen 0,3 und 1,5 Metern hoch sind, während einige einjährige Arten oder baumartige Sträucher bis zu 4,5 Meter erreichen können. Eine Ausnahme ist die Chamis de Monte (Lupinus jaimehintoniana) aus Oaxaca in Mexiko, die bis zu 8 Meter hoch wird. Sie haben meist eine Pfahlwurzel und ihre Laubblätter bestehen aus einem Blattstiel und einer Blattspreite, die oft silbrige Haare tragen. Die Blätter sind normalerweise handförmig geteilt und können 5 bis 28 Finger haben oder in einigen Arten reduziert sein. Oft gibt es auch Nebenblätter. Die Blüten wachsen in dichten oder offenen Blütenständen, und zwittrige Blüten sind zygomorph mit 1 bis 2 Zentimetern Länge. Die Blütenkronen können in verschiedenen Farben erscheinen und haben die typische Form von Schmetterlingsblüten. Es gibt zehn Staubblätter, und das einzige Fruchtblatt ist länglich. Die Hülsenfrüchte enthalten mehrere rundliche bis abgeflachte Samen.

🛑 Nicht von jeder Lupine sind die Samen essbar, den sie enthalten giftige Alkaloide! Der giftige Bitterstoff kann durch Kochen alleine nicht zerstört werden. Alle Sorten enthalten das giftige Alkaloid Chinolizidin-Alkaloiden, außer der Süßlupine. Es kann zu Herzrasen, Verwirrtheit, Übelkeit, Mundtrockenheit, Schwindel und motorischem Kontrollverlust führen, in schweren Fällen auch zu Atemlähmung oder Herzstillstand. Vorsicht bei Hülsenfrucht-Allergien.

In der Küche kann man Lupinensamen essen, sie enthalten hochwertige Proteine, die als Ersatz für importiertes Soja auch im Viehfutter enthalten sind (außer bei Pferden). Dafür werden die Weiße Lupine (Lupinus albus), die Blaue oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius),

die Gelbe Lupine (Lupinus luteus) und die Südamerikanische Anden-Lupine (Lupinus mutabilis) angebaut. Durch Züchtungen von Sorten mit wesentlich geringeren Anteilen an Bitter- und Giftstoffen (die sogenannte Süßlupine) wurden die Samen essbar gemacht. Die eingelegten Samen werden als Snacks angeboten, zu Lupinenmehl verarbeitet oder Lupinenmilch.

Hülsenfrucht% der Trockenmasse
ProteineKohlenhydrateFettBallaststoffeMineralstoffe
Lupine36–4854–715–184–5
Sojabohne35–4514,818–2064–5
Erbse23–26401,56,82,7–3,7
Bohne2134–451,618–233,9

Die Lupinen werden auch als Gründüngung angepflanzt, den ihre bis zu 1,5 m langen Wurzeln bilden Knöllchenbakterien die Stickstoff binden können.

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