Weiße Lichtnelke / Weißes Leimkraut / Nachtnelke (Silene latifolia)

Wirkung:

abführend, schleimlösend, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Atemwegserkrankungen, Husten, Gicht, Rheuma, Hautkrankheiten

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter, Wurzel

Sammelzeit:

Frühling und Herbst

Zu finden:

auf Ruderalstandorten, Schuttplätze, an Wegen und an Ackerrändern.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoffe, Saponine

Sonstiges:

Die Weiße Lichtnelke ist eine ein- bis mehrjährige Pflanze, die eine Höhe von 30 bis 120 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist verzweigt und weich behaart. Die Laubblätter sind gegenständig und zwischen 3 und 10 Zentimeter lang, wobei die unteren gestielt und die oberen sitzend sind. Die Blattspreiten sind eiförmig bis lanzettlich und spitz. Die stark duftenden Blüten sind fünfzählig und haben einen Kelch mit schmalen, dreieckigen Zähnen. Der Kelch der männlichen Blüten hat zehn Nerven, der der weiblichen 20 Nerven. Der Kelch ist nur bei den weiblichen und zwittrigen Blüten aufgeblasen. Die weißen Kronblätter sind etwa 3 Zentimeter lang und bestehen aus einem Nagel und einer Platte. Am Übergang von Nagel zu Platte befinden sich kleine anhängende Gewebe, die als Nebenkrone bezeichnet werden. Die eiförmige Kapselfrucht hat die gleiche Größe wie der Kelch und hat nach außen gekrümmte Zähne. Die Samen sind grau bis braun und etwa 1,5 Millimeter lang.

Die Blüte der Weißen Lichtnelke öffnet sich abends und verströmt dann einen angenehmen süßlichen Geruch, der die Luft mit einem betörenden Aroma erfüllt. Dieser verführerische Duft zieht dadurch viele Nachtfalter an, die in der Dämmerung emporsteigen und sich von der Blüte angezogen fühlen. Während sie um die zarten, schneeweißen Blüten tanzen, tragen sie zur Bestäubung bei und fördern somit das Wachstum der Pflanze, die sich in nächtlichen Gärten besonders prächtig entfaltet und ein besonders romantisches Ambiente schafft.

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