Die Bachbunge ist eine mehrjährige Pflanze mit verdauungsfördernden, harntreibenden und blutreinigenden Eigenschaften. Sie wird bei Atemwegserkrankungen, Erkältungen und Geschwüren eingesetzt. Ihre Samenkapseln ähneln Heidelbeeren. In der Küche sind ihre Blätter und Blüten essbar, können jedoch bitter schmecken, wenn gekocht. Sammelzeit ist von April bis August.
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Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis)
Der Acker-Schwarzkümmel ist eine einjährige, leicht giftige Pflanze, die ursprünglich vom Balkan stammt und in Eurasien verbreitet ist. Sie gilt in West- und Mitteleuropa als gefährdet. Ihre enthaltenen Stoffe können Hautreizungen verursachen. 2024 wurde sie zur Blume des Jahres in Österreich gekürt, um das Bewusstsein für ihre ökologische Bedeutung zu stärken.
Langblättriger Ehrenpreis (Veronica longifolia)
Der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica longifolia) ist eine ausdauernde Pflanze, die in feuchten Gebieten Eurasiens wächst und als gefährdet gilt. Er hat schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaften, wird jedoch weniger geschätzt als der Echte Ehrenpreis. Diese Zierpflanze zieht Insekten an und fördert die Biodiversität in Gärten.
Nickende Distel (Carduus nutans)
Die Nickende Distel ist eine zweijährige Pflanze, die zwischen 30 und 100 cm hoch wächst. Sie wirkt fiebersenkend und blutreinigend, unterstützt die Leberfunktion und wirkt entgiftend. Die Blätter und jungen Triebe sind essbar. 2008 wurde sie zur Blume des Jahres gekürt, um auf ihre ökologische Bedeutung hinzuweisen.
Alpen-Soldanelle (Soldanella alpina)
Die Alpen-Soldanelle ist eine geschützte, immergrüne Pflanze in den Alpen, bekannt für ihre beruhigende und entspannende Wirkung. Sie hilft bei Müdigkeit und Schlafproblemen. Mit einer Blütezeit von April bis Juni und meist zwei bis drei Blüten pro Stängel, wurde sie 2004 zur Blume des Jahres gewählt.
Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)
Das Berg-Sandglöckchen ist eine gefährdete, ein- bis zweijährige Pflanze, die in Europa und Nordwestafrika auf sandigen Böden wächst. Mit einer Höhe von 20 bis 60 cm blüht sie von Juni bis August. Sie ist als Schnittblume beliebt, spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem und wurde 1990 zur Blume des Jahres gewählt.
Ackerwinde (Convolvulus arvensis)
Die Ackerwinde ist eine mehrjährige Pflanze, die leicht giftig ist und diverse Heilwirkungen hat, darunter galletreibend und abführend. Sie wird bei Bluthochdruck, Lungenerkrankungen und Hautproblemen eingesetzt. Ihre Blüten sind zartrosa bis bläulich und öffnen sich täglich bei Licht. Die Verwendung von Ackerwinde erfordert Vorsicht.
Christusdorn (Paliurus spina-christi)
Die Pflanze Christusdorn (Paliurus spina-christi), bekannt für ihre dornigen Äste, hat antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Ihre Teile werden zur Behandlung von Blasensteinen, Durchfall und Atemwegserkrankungen verwendet. Die Blüten bieten Insekten Nahrung. Es wird vermutet, dass diese Pflanze in Verbindung zur Dornenkrone Jesu steht, jedoch ist dies ungewiss.
Rainfarn-Phazelie / Bienenweide (Phacelia tanacetifolia)
Die Bienenweide, eine einjährige Pflanze, bietet Honig der antibakterielle, harntreibende und blutreinigende Wirkungen hat, wird jedoch nicht medizinisch genutzt. Sie fördert die Honigproduktion bis zu 500 kg pro Hektar und unterstützt die Biodiversität. Anfällig für Frost, ist sie in Mitteleuropa nicht winterhart und benötigt menschliche Pflege. Küchenverwendung wird nicht empfohlen.
Brutblätter (Bryophyllum)
Kalanchoe pinnata und Kalanchoe daigremontiana wirken wehenhemmend, antidiabetisch und antibakteriell. Sie werden zur Behandlung von Gelbsucht, Bluthochdruck und Wundheilung eingesetzt. Diese Sukkulenten stammen aus Madagaskar und enthalten Flavonoide, Alkaloide und mehr. Ihre taxonomische Einordnung ist umstritten, vor allem die Abgrenzung der Gattung Bryophyllum.