Christusdorn (Paliurus spina-christi)

(Syn.: Paliurus aculeatusPaliurus australis, und Rhamnus paliurus)

Wirkung:

antibakteriell, antioxidativ, adstringierend, antiseptisch, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, durchfalllindernd, harntreibend

Anwendungsbereiche:

Blasensteine, Durchfall, Husten, Asthma, Bluthochdruck, leichte Hautbeschwerden

Verwendete Pflanzenteile:

Früchte, Blüten, Blätter, Wurzel

Sammelzeit:

Herbst

Zu finden:

kommt ursprünglich im südlichen Europa bis nach Asien (China) vor ist mittlerweile aber als Heckenpflanze weit verbreitet.

Inhaltsstoffe:

Flavonoide, Saponine, Alkaloide

Sonstiges:

Es handelt sich um einen dornigen, laubabwerfenden Strauch, der bis zu fünf bis sechs Metern hoch wächst. Die ledrigen Blätter sind meist ganzrandig oder feingesägt, bis 4 cm lang und 1,5–3,5 cm breit. In den Sommermonaten färben sich die Blätter gelblich. Die Nebenblätter sind zu langen Dornen umgewandelt. Die kleinen, gelben Blüten wachsen in vielblütigen Trugdolden und haben fünf Sepalen, die eine nektarige Scheibe umschließen. Die Staubblätter und Petalen biegen sich später nach außen. Die Blüten sind von Juni bis August aktiv und bieten Insekten Nahrung. Die Frucht, eine Flügelnuss, reift von Oktober bis Dezember und enthält glänzende, braune Samen, die etwa 20 % fettes Öl beinhalten.

Möglicherweise wurde Paliurus spina-christi für die Dornenkrone Jesu von Nazaret verwendet (siehe auch Pflanzen in der Bibel). Diese Pflanze ist bekannt für ihre dornigen Äste und könnte symbolisch für das Leiden und die Opferbereitschaft stehen, die mit der biblischen Erzählung verbunden sind. Allerdings kann dies nicht eindeutig belegt werden, und andere Pflanzen werden ebenso diskutiert, wie die in Jerusalem häufige Dornige Bibernelle (Sarcopoterium spinosum), die ebenfalls dornige Eigenschaften aufweist und oft in der Region vorkommt. Auch der Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus catharticus) zeigt ähnliche Merkmale und könnte in der damaligen Zeit als mögliches Material gedient haben. Ein weiterer Kandidat in dieser Diskussion ist der Weißdorn (Crataegus spec.), dessen Eigenschaften, insbesondere die starren Dornen, ebenfalls zu der hier besprochenen Thematik passen. Zusätzlich gibt es auch botanische Studien, die darauf hinweisen, dass symbolische Pflanzen in religiösen Traditionen die Verbindung zwischen Natur und Spiritualität verdeutlichen, weshalb die Diskussion über die wahre Herkunft der Dornenkrone von großer Bedeutung ist.

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