Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis)

leicht giftig

Wirkung:

giftig

Anwendungsbereiche:

keine bekannt

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

ursprünglich auf dem Balkan und kam vermutlich während der Jungsteinzeit nach Mitteleuropa. Mittlerweile ist sie in Eurasien weit verbreitet. Wächst am Ackerrand, auf Getreideäcker, Brachen und gelegentlich an Wegrändern, sowie als Ruderalpflanze. In West- und Mitteleuropa gilt der Acker-Schwarzkümmel als gefährdet, nicht aber in Norditalien und Südosteuropa. In der Schweiz steht er auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Im Bundesland Wien steht er auf der Liste der streng geschützten Pflanzen.

Inhaltsstoffe:

Samen – Alkaloid Magnoflorin, Protoanemonin

Sonstiges:

Der Acker-Schwarzkümmel ist eine einjährige, krautige Pflanze mit einem bis zu 30 Zentimeter hohen, verzweigten Stängel. Die fiederteiligen Laubblätter haben zugespitzte Zipfel, und die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit hellblauen Kelchblättern, die grüne Adern besitzen. Die Kronblätter sind zu Nektarblättern gestaltet, in denen die Nektarproduktion erfolgt. Es bildet sich eine kapselartige Frucht aus Balgfrüchten, die bei Reife bräunlich wird und sich im Spätsommer an ihrer Spitze öffnet, wobei die dunklen Samen querrunzelig und rau sind.

🛑 Das in der Pflanze enthaltene Protoanemonin, was bei Verletzung der Pflanze freigesetzt wird kann bei Hautkontakt zu Rötungen, Juckreiz und Blasenbildung führen. Bei innerer Einnahme kann es zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfälle kommen. Beim Trocknen der Pflanze wandelt sich das Protoanemonin in das ungiftige Anemonin um.

Da die Samen das Alkaloid Magnoflorin enthalten, was auch in anderen Hahnenfußgewächsen vorkommt, so zum Beispiel in der Akelei und der Sumpfdotterblume, ist zu Vergiftungen des Acker-Schwarzkümmels nichts bekannt. Trotz allem rate ich von einer Verwendung ab.

Nicht zu verwechseln: Der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) wird in der Küche als Gewürz verwendet, ist aber eine andere Art als der giftige Acker-Schwarzkümmel.

Der Acker-Schwarzkümmel wurde 2024 in Österreich zur Blume des Jahres gekürt, was ihm eine besondere Bedeutung und Aufmerksamkeit in der heimischen Flora verleiht. Sie trägt zur Förderung der Biodiversität in den Naturgärten des Landes bei. Mit dieser Ehrung möchte man das Bewusstsein für ihre Bedeutung im Ökosystem stärken und die Bevölkerung dazu ermutigen, diese wertvolle Pflanze zu schützen und anzubauen.

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