Ackerwinde (Convolvulus arvensis)

leicht giftig

Wirkung:

galletreibend, harntreibend, abführend und stark abführend, schweißtreibend, fiebersenkend

Anwendungsbereiche:

Bluthochdruck, als Immunstimulantes Mittel, Gallenblasenproblemen, Lungenerkrankungen, Bronchitis, Leber- und Milzproblemen, Schlangenbissen, Skorpionstichen, zur Entfernung von Sommersprossen, Verbrennungen, Geschwüren, Wunden, Schnitten, Prellungen, Arthritis, Ischias, Hautgeschwüren, Pilzerkrankungen, Diuretikum, Fieber, übermäßige Menstruationsblutung

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel, Blätter, Blüten

Sammelzeit:

Herbst, Mai bis September

Zu finden:

auf Äcker, an Wegen, auf Wiesen und Schuttplätzen.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Vitamin C, E, Carotin, Phenolsäuren, Cumarine, Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, Steroide

Sonstiges:

Die Ackerwinde ist eine mehrjährige, kriechende bis kletternde Pflanze mit schlanken, behaarten oder kahlen Sprossachsen und wechselständig angeordneten Laubblättern. Diese Blätter sind pfeil- bis spieß- oder eiförmig und weisen eine Blütezeit von Juni bis September auf. Die duftenden Blüten erscheinen in Gruppen und haben eine radiärsymmetrische, fünfzählige Struktur mit ungleichen, dachigen Kelchblättern. Ihre trichterförmige Blütenkrone ist weiß bis rosa und hat einen Durchmesser von 4–5 Zentimetern. Der Fruchtknoten ist zweikammerig, und die Kapselfrucht öffnet sich zweiklappig und enthält bis zu vier Samen, die braun und eiförmig sind.

🛑 Achtung: Reizt den Darm sehr schnell! Dieser Art wird eine abführende Wirkung nachgesagt.

Die Acker-Winde sieht der Echten Zaunwinde (Calystegia sepium) sehr ähnlich. Die Blüten bei der Ackerwinde sind viel kleiner und sind meist zartrosa bis ins bläuliche und bei der Zaunwinde sind es große Blüten und sie sind weiß. Auch die Blätter unterscheiden sich bei beiden, bei der Ackerwinde sind sie länglich mit einer Spitze und zwei spitzen Ecken und bei der Zaunwinde sind sie eher rundlich.

Was ich auch immer wieder cool finde, ist die Tatsache, dass bei Regenwetter die Blüten der Ackerwinde geschlossen bleiben, was eine interessante Anpassung an die Wetterbedingungen zeigt. Diese Pflanzen sind wahre Meister im Umgang mit ihrer Umwelt. Die Blüten öffnen sich regelmäßig zwischen 7 und 8 Uhr morgens, wenn das Licht des neuen Tages die Natur erweckt, und sie schließen sich bereits zwischen 13 und 14 Uhr nachmittags. Ist das nicht faszinierend? Dies ist nicht nur bei dieser Pflanze so, sondern bei ganz vielen Pflanzen, die sich den wechselnden Bedingungen anpassen, um ihre Überlebenschancen zu maximieren und ihre Schönheit zu erhalten. Die verschiedenen Arten von Pflanzen zeigen immer wieder beeindruckende Mechanismen, die uns darüber hinaus lehren, wie wichtig der Rhythmus von Licht und Dunkelheit für das Wachstum und die Entwicklung ist. Es gibt aber auch Pflanzen die ihre Blüte erst abends öffnen, wie die Nachtkerze zum Beispiel.

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