Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Der Blutrote Storchschnabel ist eine ausdauernde Pflanze mit blutstillenden, entzündungshemmenden Eigenschaften, die bei Wunden und Hautleiden hilft. Er wächst in subozeanischem Europa, hat auffällige rote Blüten und dient als Zierpflanze. Die Nutzung und Bedeutung für die Flora sowie für Insekten wird hervorgehoben.

Blauroter Steinsame (Aegonychon purpurocaeruleum, Syn.: Buglossoides purpurocaerulea, Lithospermum purpurocaeruleum)

Der Blaurote Steinsame, früher gegen Blasen- und Nierenleiden verwendet, ist eine krautige Pflanze, die leicht giftig ist und Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Er ist heute hauptsächlich als Zierpflanze und zur Förderung der Biodiversität geschätzt. 2000 wurde er zur Blume des Jahres gewählt, um auf ökologische Besonderheiten aufmerksam zu machen.

Schachblume (Fritillaria meleagris)

Die Schachblume ist eine giftige Pflanze, die in feuchten Lebensräumen vorkommt und als Zierpflanze beliebt ist. Sie besitzt ein schachbrettartiges Blütenmuster und zieht Bestäuber an. In Deutschland als stark gefährdet und in Österreich vom Aussterben bedroht. Vergiftungserscheinungen umfassen Erbrechen und schwere Kreislaufprobleme.

Berg-Sandglöckchen (Jasione montana)

Das Berg-Sandglöckchen ist eine gefährdete, ein- bis zweijährige Pflanze, die in Europa und Nordwestafrika auf sandigen Böden wächst. Mit einer Höhe von 20 bis 60 cm blüht sie von Juni bis August. Sie ist als Schnittblume beliebt, spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem und wurde 1990 zur Blume des Jahres gewählt.

Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)

Die Kartäusernelke ist eine ausdauernde Pflanze mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften. Sie wird bei Muskelschmerzen, Rheuma und Hautkrankheiten eingesetzt. Ihre Blütezeit ist von Juni bis Oktober, und sie wächst in Mitteleuropa. Der Name stammt von einem Kloster in der Nähe von Saint-Pierre-de-Chartreuse.

Stranddistel (Eryngium maritimum)

Die Stranddistel ist eine gefährdete Pflanze, die in Nordeuropa und an Mittelmeerküsten wächst. Sie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und ist ein wichtiger Bestandteil in der Kosmetik. Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober, und sie bietet Lebensraum für Insekten. Ihre Wurzel ist essbar und schmeckt süßlich.

Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Das Drüsige Springkraut, eine einjährige Pflanze mit auffälligen Blüten, hat harntreibende und abführende Wirkungen, kann jedoch Übelkeit verursachen. Es gilt als invasive Art, die einheimische Ökosysteme gefährdet und wird in der Bach-Blütentherapie verwendet. Auch der Farbstoff Lawson wird aus den Blättern gewonnen.

Kleinblütiges Springkraut (Impatiens parviflora)

Das Kleinblütige Springkraut ist eine einjährige Pflanze, die in Zentralasien und als Neophyt in Mitteleuropa verbreitet ist. Sie verursacht bei Einnahme starke Übelkeit und Durchfall. Die Blütezeit ist von Juni bis September. Die Samen können bis zu 3,4 Meter weit verbreitet werden. Keine medizinische Nutzung empfohlen.

Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis)

Das Sommer-Adonisröschen ist eine einjährige, giftige Pflanze mit herzwirksamen Inhaltsstoffen wie Strophanthin und Adonitoxin. Sie wächst an Ackerrändern und in Getreidefeldern und kann beim Verzehr oder Hautkontakt zu Vergiftungserscheinungen führen. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, und es wurden 1984 zur Blume des Jahres gewählt.

Hänge-Segge (Carex pendula)

Die Hänge-Segge ist eine robuste, immergrüne Pflanze, die in Gärten und Feuchtgebieten wächst. Sie hat auffällige, hängende Blütenähren und bietet Lebensraum für Insekten, was sie ideal für naturnahe Gärten macht. Ihre Wirkungen und Anwendungsbereiche sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.