Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Leicht giftig

Wirkung:

harntreibend, stark brechreizauslösend, abführend

Anwendungsbereiche:

als Brechmittel

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

Stammt aus Indien (Himalaya) und ist mittlerweile auch in Europa und Nordamerika zu finden.

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe, Gerbstoffe, Inhaltsstoffe noch nicht genauer erforscht

Sonstiges:

Das Drüsige Springkraut ist eine einjährige, krautige Pflanze, die über 2,5 Meter hoch werden kann und hohle, gerippte Stängel hat. Die Wurzeln sind flach und besitzen viele feine Würzelchen. Die Laubblätter sind dreizählig und haben einen kurzen, geflügelten Blattstiel. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich und haben unangenehm riechende Drüsen. Der Blütenstand ist aufrecht und locker verzweigt, mit stark duftenden, purpurroten, rosafarbenen oder weißen Blüten. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Die Frucht ist eine beerenartige, kahlen Kapsel, die explosiv aufspringt und abgeflachte Samen von 4–7 Millimetern enthält.

Die Samen können bis zu 7 Meter weit geschleudert werden, wovon eine Pflanze 1600 bis 4300 Samen produzieren kann.

🛑 Das Drüsige Springkraut kann bei Einnahme Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen.

Das Drüsige Springkraut, bekannt für seine auffälligen, rosa Blüten und sein schnelles Wachstum, steht seit 2017 auf der „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“. Diese Einstufung verpflichtet alle Mitgliedstaaten der EU, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung dieser Art zu kontrollieren. In der Schweiz wurde es in die „Schwarze Liste der invasiven Neophyten“ aufgenommen, was bedeutet, dass es als eine besonders schädliche Pflanze angesehen wird, die einheimische Ökosysteme gefährdet. Darüber hinaus steht das Drüsige Springkraut auf der entsprechenden „Liste der verbotenen invasiven gebietsfremden Organismen“ der Freisetzungsverordnung, welche die absichtliche Freisetzung sowie den Handel und die Verbreitung dieser Art in der Schweiz stark reglementiert, um die Biodiversität und das Gleichgewicht der natürlichen Lebensräume zu schützen.

In der Bach-Blütentherapie wird „Impatiens“ aus dem drüsentragenden Springkraut hergestellt, einer Pflanze, die in feuchten und schattigen Gebieten vorkommt. Diese spezielle Blüte wird verwendet, um Menschen zu helfen, die Schwierigkeiten haben, Geduld aufzubringen, und oft zur Eile neigen. Die Essenz zielt darauf ab, innere Ruhe und Gelassenheit zu fördern, sodass Betroffene lernen, entspannter mit ihren Mitmenschen und der Umgebung umzugehen. Die Anwendung von „Impatiens“ kann sowohl in akuten stressigen Situationen als auch für eine langfristige emotionale Balance wertvoll sein.

Aus den Blättern lässt sich in geringen Mengen auch der Farbstoff Lawson (Henna-Farbe) gewinnen, der nicht nur für die Färbung von Haaren, sondern auch für kunstvolle Körperverzierungen verwendet wird. Diese natürliche Farbe hat eine lange Tradition in verschiedenen Kulturen und wird oft bei Feierlichkeiten, Hochzeiten und anderen besonderen Anlässen eingesetzt, da sie dem Körper eine kulturelle Bedeutung und Schönheit verleiht. Besonders in der südasiatischen und nordafrikanischen Kultur ist Henna ein beliebtes Mittel, um beeindruckende Muster auf der Haut zu kreieren, die häufig mit positiven Symbolen und Wünschen verbunden sind.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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