auch Schachbrettblume oder Kiebitzei
Giftig
Wirkung:
giftig, brechreizauslösend, tödlich
Anwendungsbereiche:
keine bekannt
Verwendete Pflanzenteile:
–
Sammelzeit:
–
Zu finden:
von der Normandie über Mittel- und Südfrankreich, das Alpenvorland, Kroatien, Serbien, Ungarn und bis nach Rumänien und in England ist die Schachblume erst seit 1736 wild nachgewiesen. Auch in Deutschland kommt die Schachblume vereinzelnd verwildert vor, ansonsten wird sie eher in Gärten angepflanzt. Ihre natürlichen Lebensräume sind in Feucht- und Nasswiesen, Auwäldern und Überschwemmungsbereichen von Flüssen (Flussauen). In Deutschland gilt sie als stark gefährdet, in Österreich ist sie vom Aussterben bedroht und ist in einzelnen Bundesländern geschützt und in der Schweiz ist sie bereits seit 2000 vollständig geschützt.
Inhaltsstoffe:
Alkaloide wie Fritillin und das Steroidalkaloid Imperialin
Sonstiges:
Die Schachblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze und ein Geophyt, der eine runde Zwiebel bildet, die im Durchmesser 1 bis 2 Zentimeter groß ist. Im Frühjahr entwickelt sie einen etwa 15 bis 20 Zentimeter langen, unverzweigten Stängel mit kahl bleibenden Pflanzenteilen und graugrün gefärbten Laubblättern. Die Blütezeit reicht von April bis Mai, wobei die Blüten nickend bis hängend sind, dreizählig und fast geruchlos, mit schachbrettartig gefärbten Perigonblättern. Die Staubblätter überragen die Perigonblätter, und die Fruchtknoten sind oberständig und dreikammerig, während die Kapselfrucht zahlreiche Samen enthält.
🛑 Die Schachblume ist für den Menschen giftig. Vergiftungserscheinungen können sein Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Krämpfe, bei hohen Dosen (besonders bei Kindern) kann es auch zum Herzstillstand kommen.
Die Schachbrettblume wird gern in Gärten als Zierpflanze gepflanzt, da ihre außergewöhnliche Schönheit und das einzigartige Schachbrettmuster auf den Blütenhüllblättern eine faszinierende Bereicherung für jede Pflanzenarrangement darstellen. Dort benötigt sie feuchten Boden, der gut durchlässig ist, um gesund zu gedeihen, da zu viel Staunässe schädlich für ihre Wurzeln sein kann. Es gibt sie in verschiedenen Sorten, so zum Beispiel in weißen, dunkelroten, hellrosafarbenen, rötlichvioletten oder braunpurpurnenen Blütenhüllblättern mit unterschiedlich ausgeprägtem Schachbrettmuster, die jeweils ihren eigenen Charme haben. Darüber hinaus zieht die Schachbrettblume nicht nur Gärtner an, sondern auch zahlreiche Bestäuber, wie Bienen und Schmetterlinge, die in ihrem bunten Blütenangebot eine willkommene Nahrungsquelle finden. In Kombination mit anderen Pflanzen kann die Schachbrettblume wunderschöne Kontraste und harmonische Farbschemata im Garten schaffen, was sie zu einer beliebten Wahl für Gartenliebhaber macht.
1993 wurde die Schachblume zur Blume des Jahres gewählt.
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