Augentrost (Euphrasia rostkoviana, syn. Euphrasia officinalis)

Augentrost ist eine einjährige Pflanze mit vielfältigen heilenden Eigenschaften, wie augenstärkend und entzündungshemmend. Sie wird bei Beschwerden wie Augenschwäche, Magenschwäche und Kopfschmerzen eingesetzt. Ihre Blüten und Blätter sind essbar und können in der Küche verwendet werden. Die Pflanze wächst in trockenen, lichtdurchfluteten Gebieten und blüht von Juli bis September.

Arnika (Arnica montana)

Arnika ist eine mehrjährige Pflanze mit entzündungshemmenden, schmerzlindernden und herzstärkenden Eigenschaften. Sie wird bei Wunden, Verstauchungen, und verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Blüten und Wurzeln sind wichtig für die Heilung. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu Vergiftungen kommen, daher ist vorsichtige Verwendung und ärztliche Kontrolle ratsam.

Anis (Pimpinella anisum)

Anis wirkt schleimlösend, blähungswidrig und aphrodisierend, während es bei Atemwegserkrankungen und Krämpfen eingesetzt wird. Die Früchte fördern den Milchfluss und helfen gegen bakterielle Infektionen. Anis ist vielseitig verwendbar, etwa als Gewürz in Backwaren oder zur Behandlung von Läusen. Bei Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.

Andorn (Marrubium vulgare)

Andorn hat vielfältige Wirkungen wie magenstärkend, appetitanregend und hustenstillend. Es wird bei Fettleibigkeit, Atemwegserkrankungen und zur Stärkung eingesetzt. Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum und hat Inhaltsstoffe wie Marrubiin und Saponine. Andorn kann als Tee, Tinktur oder Sirup eingenommen werden, jedoch nicht bei Nierenleiden.

Amarant (Amaranthus cruentus)

Amarant ist ein glutenfreies Pseudogetreide, das reich an Mineralstoffen ist und zahlreiche Vorteile bietet, darunter die Unterstützung der Hautregeneration und die Linderung von Schmerzen. Die Blätter und Samen können als Tee zubereitet werden. Historisch galt Amarant bei den Azteken als heilig. Es ist besonders nützlich beim Brot- und Kuchenbacken.

Alraune (Mandragora officinarum)

Die Alraune, eine giftige Pflanze, hat schlaffördernde, aphrodisierende und bewusstseinsverändernde Wirkungen. Sie wird gegen diverse Beschwerden wie Schlafstörungen und Depressionen eingesetzt. Die Wurzel kann bei unsachgemäßer Anwendung gefährlich sein. Historisch wird sie mit Magie und Aberglauben assoziiert und gehört zu den bedeutendsten Heilpflanzen der Antike.

Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens syn. europaeum)

Das Alpenveilchen ist eine giftige Pflanze, die entzündungshemmend und harntreibend wirkt. Es findet Anwendung bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, Menstruationskrämpfen und Brechreiz. Alle Pflanzenteile sind giftig, wobei die Knolle besonders gefährlich ist. Historisch wurde sie in der Magie verwendet und als Pfeilgift eingesetzt. Vorsicht ist bei Kindern und Haustieren geboten.

Alant (Inula helenium)

Echter Alant ist eine vielseitige Heilpflanze mit Wirkungen wie entzündungshemmend und harntreibend. Sie wird gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt, wie Bronchialerkrankungen und Hautunreinheiten. Die Pflanze hat spezifische Anwendungsformen und sollte vorsichtig dosiert werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Vorsicht ist bei Allergien und Schwangerschaft geboten.

Bibernelle (Pimpinella saxifraga und major)

Die Große Bibernelle (Pimpinella major) ist eine vielseitige Heilpflanze, die adstringierende, entzündungshemmende und appetitanregende Wirkungen hat. Ihre Wurzel und Blätter werden in verschiedenen Anwendungen genutzt, von Tees bis zu kulinarischen Zwecken. Vorsicht ist bei der Verwendung geboten, da sie ätherische Öle und Saponine enthält.

Beinwell (Symphytum officinale)

Beinwell ist eine vielseitige Heilpflanze mit zahlreichen positiven Effekten, unter anderem gegen Entzündungen, Schmerzen und Wundheilung. Verwendet werden die jungen Blätter und Wurzeln, deren Inhaltsstoffe Heilkräfte entfalten. Trotzdem sollte Vorsicht bei der inneren Anwendung geboten sein, da hohe Dosen schädlich sein können. Traditionell wird Beinwell auch in der Küche genutzt.