Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens syn. europaeum)

Giftig

Wirkung:

entzündungshemmend, harntreibend, schleimlösend, hormonstimulierend

Anwendungsbereiche:

Bitte nicht verwenden, da das Alpenveilchen giftig ist! Es gibt bessere Pflanzen!

Abführmittel, Kopfschmerzen Migräne, Menstruationskrämpfe, zu starke Blutungen, PMS, starker Brechreiz, äußerlich gegen Schlangenbisse, bei Wundbrand, Haarausfall, Frostbeulen

Verwendete Pflanzenteile:

Knolle

Sammelzeit:

August bis spät Herbst

Zu finden:

In den Alpen zu finden, sie wächst bis auf 1500 Meter.

Inhaltsstoffe:

Saponinglykoside, Cyclamin, Triterpen-Saponine, ätherische Öle

Sonstiges:

Das Europäische Alpenveilchen ist eine ausdauernde, teilweise immergrüne Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 15 cm erreicht. Es verfügt über eine unterirdische, abgeplattete Knolle als Überdauerungsorgan, die sich durch Verdickung des Hypokotyls bildet. Die grundständigen Laubblätter sind länglich mit einer dunklen Oberseite und rötlicher Unterseite. Die einzelnen, duftenden Blüten erscheinen an langen, behaarten Stielen und besitzen eine karminrote Krone mit zurückgeschlagenen Zipfeln. Die Blütezeit ist von Juli bis September, und die Kapselfrucht ist kugelig mit 9 mm Durchmesser.

Das Alpenveilchen ist giftig, egal ob Zimmerpflanze oder nicht! Deshalb sollte man mit bedacht an Haustiere und Kinder denken, wenn man sie sich nach Hause holt.

🛑 Beim europäischen Alpenveilchen sind Wurzel und Blätter giftig, die Wurzel in noch höherem Maße als die Blätter. Etwa 8 g frische Knolle können einen Menschen töten. Schon ab 3 Gramm treten die ersten Vergiftungserscheinungen auf: Kratzen im Mund, Übelkeit, später Brechreiz. Ohne Behandlung erfolgt der Tod durch Atemlähmung

Das Saponin aus der Knolle ist in früherer Zeit als Pfeilgift verwendet worden. Wurde jemand getroffen, so war es meist um ihn geschehen, denn einmal in der Blutbahn, wirkt Cyclamin als sehr starkes Gift.

Das Alpenveilchen ist eine seit Jahrtausend verwendete Zauberpflanze, die vor allem in der schwarzen Magie ihren Platz hatte. Die zerstoßenen Wurzelknollen wurden in Liebestränke gemischt und sollten die betreffende Person „toll“ machen.

Wenn man es verräuchert wirkt es wie ein Aphrodisiakum.

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