Die Giftpflanze des Jahres wird seit 2005 jährlich vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek gewählt. Die Wahl erfolgt durch eine öffentliche Abstimmung, die erste fand im November 2004 statt. In den Jahren seither haben zahlreiche Pflanzen diese ehrenvolle Auszeichnung erhalten, darunter auch viele weniger bekannte Arten, die oft im Gartenbau oder in der Naturheilkunde verwendet werden. Die ausgewählten Pflanzen werden ein Jahr lang besonders hervorgehoben, um auf die Giftwirkung mancher Pflanzen aufmerksam zu machen und diese bei der Gartengestaltung zu berücksichtigen. Durch informative Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen wird das Bewusstsein für die Risiken, die von Giftpflanzen ausgehen, geschärft. Giftpflanzen sollten bewusst eingesetzt werden, um Vergiftungen zu verhindern, da unbekannte Pflanzen eine Gefahr für Erwachsene und Kinder darstellen können. Es ist wichtig, dass Gartenbesitzer und Naturliebhaber sich über die Eigenschaften dieser Pflanzen informieren und geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
- 2005 – Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
- 2006 – Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
- 2007 – Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
- 2008 – Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
- 2009 – Tabak (Nicotiana sp.)
- 2010 – Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
- 2011 – Eibe (Taxus baccata)
- 2012 – Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides)
- 2013 – Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
- 2014 – Maiglöckchen (Convallaria majalis)
- 2015 – Rittersporn (Delphinium sp.)
- 2016 – Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica)
- 2017 – Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis)
- 2018 – Wunderbaum (Ricinus communis)
- 2019 – Aronstab (Arum sp.)
- 2020 – Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna)
- 2021 – Schlafmohn (Papaver somniferum)
- 2022 – Kartoffel (Solanum tuberosum)
- 2023 – Petersilie (Petroselinum crispum)
- 2024 – Blauregen (Wisteria floribunda/sinensis)
- 2025 – Cashewbaum (Anacardium occidentale)