Rizinus / Wunderbaum (Ricinus communis)

Sehr giftig

Wirkung:

abführend

Anwendungsbereiche:

chronische Verstopfung, Wurmkuren, manchmal als Wehencocktail

Verwendete Pflanzenteile:

Samen

Sammelzeit:

Herbst

Zu finden:

Der Wunderbaum ist ursprünglich in Nordost-Afrika und dem Nahen Osten beheimatet.

Inhaltsstoffe:

Eiweiß (Ricin), ätherisches Öl, fettes Öl, Alkaloide, Bitterstoffe, Glyceride

Sonstiges:

In den gemäßigten Gebieten wächst der Wunderbaum als einjährige, in den Tropen als mehrjährige Pflanze. Sie ist schnellwüchsig und kann in idealen Bedingungen bis zu 6 Meter hoch werden. In tropischem Klima erreicht sie nach einigen Jahren Wuchshöhen von bis zu 13 Metern und hat einen verholzten Stamm. In saisonalen Klimaten stirbt sie oberirdisch ab und treibt dann neu aus. Ihre Laubblätter sind 30 bis 70 cm groß, dunkelgrün und handförmig gespalten. Ricinus communis blüht von August bis Oktober mit großen, traubigen Blütenständen. Die Pflanzen sind einhäusig und die Blüten sind unscheinbar. Der Fruchtknoten ist stachelig, und die reifen Spaltfrüchte sind bräunlich und weich bestachelt. Die Samen sind glänzend, ellipsoid und besitzen eine dünne, spröde Samenschale. Die Tausendkornmasse beträgt durchschnittlich 200 bis 450 Gramm.

🛑 Rizinusöl darf nicht in der Schwangerschaft angewandt werden, da es Gebärmutterkontraktionen auslöst. Der Samen des Rizinus sind hochgiftig, für einen 70 kg schweren Menschen sind bereits 12 Gramm des Samens tödlich. Dagegen sind die Samenschalen nur schwach giftig.

Das Öl wird durch Kaltpressung erzeugt und enthält das toxische Ricin nicht mehr in diesem Ausmaß. Das Rizinusöl ist seit ca. 4000 Jahren als Abführmittel bekannt. Rizin löst sich zwar in Wasser, ist aber fettunlöslich und daher im Rizinusöl nicht enthalten. Beim Pressen der Samen verbleibt das Gift somit in den Pressrückständen.

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