Eisenhut, Blauer (Aconitum napellus)

Sehr giftig

Wirkung:

schmerzlindernd, fiebersenkend, totbringend

Anwendungsbereiche:

Eine Selbstanwendung ist definitiv ausgeschlossen!!!

Homöopathie: bei Krankheitsbeginn mit Fieber, Taubheit in den Gliedern, bei schwerem Kopf, entzündete Augen, geschwollene Lider, Lärmempfindlichkeit, Schnupfen, viel Niesen, trockene Schleimhäute, heiße Hände, kalte Füße, rheumatische Entzündungen in Hüfte oder Oberschenkel

Der Auszug wird aus Kraut und Tochterknollen hergestellt und bei grippalen Infekten und zur Schmerzlinderung, ausschließlich vom Arzt eingesetzt.

Verwendete Pflanzenteile:

Tochterknollen, die bei ca. 50 Grad schnell getrocknet werden.

Sammelzeit:

September

Zu finden:

Geschützte Pflanze, die auf feuchten Hochgebirgswiesen vorkommt.

Inhaltsstoffe:

Alkaloid, Akonitin, Napellin, Zucker, Stärke

Sonstiges:

Der Blaue Eisenhut ist eine sommergrüne, ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimetern erreicht. Sie hat eine knollenartige Wurzel und einen steifen, aufrechten Stängel. Die zahlreichen Laubblätter sind wechselständig am Stängel angeordnet, handförmig und tief geteilt. Die Blätter sind dunkelgrün und variieren in ihrer Form. Die Hauptblütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis August oder Juli bis September. Zahlreiche Blüten stehen in einem verzweigten Blütenstand, der mit Bogenhaaren bedeckt ist. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und haben in der Regel dunkel-blauviolette Blütenhüllblätter, die auch andere Farbtöne annehmen können. Das obere Blütenblatt ist helmförmig und breiter als hoch. Die Staubblätter sind an der Basis verbreitert, und die Fruchtblätter sind frei, wobei jede Balgfrucht mehrere Samen enthält, die pyramidenförmig und an den Kanten geflügelt sind.

🛑 Achtung: Es kann bereits zu Vergiftungen kommen, wenn man nur die Knolle längere Zeit in der Hand hält. Das Alkaloid Aconitin ist bereits in geringsten Mengen tödlich, in der größten Konzentration findet man es in der Wurzelknolle. Aber auch die Blätter haben es in sich. Eine Berührung der Pflanze und der anschließende Kurzkontakt mit den Lippen (weil eine Mücke zu verscheuchen war), hatte ein völlig taubes Gefühl der ganzen Lippenregion zur Folge, ähnlich, wie nach einer Spritze vom Zahnarzt. Eisenhut gehört also nicht in einen Garten, in dem Kinder (wenn auch zufällig) Kontakt mit ihm haben können. Alle Pflanzenteile sind stark giftig. Bereits zwei Gramm der Wurzel können für Menschen tödlich sein.

Früher war Eisenhut Bestandteil der Hexensalbe und diente den Ärzten als Schmerzmittel oder als Beruhigungsmittel.

Alle Teile der Pflanze sind sehr giftig und sie gilt als die giftigste Pflanzenart in Europa. Die Knolle enthält zwischen 0,2 und 3 % Aconitin, abhängig von Jahreszeit und Größe.

Bereits 0,2 g der Pflanze können beim Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen, während 2 bis 4 g, besonders von der frischen Wurzel, innerhalb von 30 bis 45 Minuten tödlich sein können. Bei Hautkontakt mit dem Gift empfinden Betroffene Wärme, Brennen und Prickeln, was bei längerer Exposition in Taubheit und Lähmung übergeht. Ähnliche Symptome treten bei oraler Aufnahme auf, einschließlich Prickeln, Taubheit und Lähmung von Zunge und Lippen. Weitere Folgen sind Kälteempfindlichkeit, Übelkeit, Darmkrämpfe, nervöse Erregung, Schwindel, Herzrhythmusstörungen und in schweren Fällen Lähmungen. Der Herzrhythmus kann sich beschleunigen, und der Tod tritt oft aufgrund einer Lähmung der Atemmuskulatur ein, verursacht durch das Gift, das die Muskelendplatten blockiert.

Der Blaue Eisenhut wurde 2005 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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