Stark giftig
Wirkung:
giftig
Anwendungsbereiche:
keine
Verwendete Pflanzenteile:
–
Sammelzeit:
–
Zu finden:
In feuchten Laubwäldern, in Gebüschen, Parkanlagen, entlang von Flüssen, Obstgärten und Weinbergen.
Inhaltsstoffe:
Herzglykoside, Eranthin A und B
Sonstiges:
Der Winterling ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Höhe von 5 bis 20 Zentimetern erreicht. Sie hat eine kugelförmige Sprossknolle in der Erde, die als Speicherorgan dient. Die Laubblätter erscheinen normalerweise nach der Blütezeit und entspringen der Knolle, wobei meist nur ein Blatt pro Blütenstandsstamm entwickelt wird. Die Blätter sind in einen langen Blattstiel und eine rundliche Blattspreite gegliedert, die 3 bis 5 Zentimeter im Durchmesser misst und meist drei- bis siebenteilig ist. Die Blütezeit reicht von Februar bis März, und die Blüten stehen einzeln am Ende eines dicken, unbehaarten Stängels, der von Niederblättern umgeben ist. Unter jeder Blüte befindet sich eine Hülle aus drei quirlartig sitzenden Hochblättern, die den Schutz der Blüte übernehmen. Die zwittrige, radiärsymmetrische Blüte ist becherförmig und hat einen Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern. Das Perigon besteht aus sechs bis acht gleich gestalteten, glänzend gelben Blütenhüllblättern. Etwa 17 bis 38 Staubblätter sind spiralig auf der Blütenachse angeordnet. Zwischen den Blütenhüllblättern und Staubblättern sind sechs nektarproduzierende Blätter zu finden. Die Fruchtblätter sind unverwachsen und bilden nach der Befruchtung vier bis acht braune Balgfrüchte. Der Fruchtstiel ist bis 10 Millimeter lang und die reifen Balgfrüchte enthalten mehrere samene. Die braunen Samen sind circa 2,5 Millimeter lang.
🛑 Der Winterling ist giftig, besonders die Knolle. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, langsamer Puls, Schwäche, Sehstörungen, Atemnot und im schlimmsten Fall Herzstillstand.
Die Ausbreitung hängt eng mit dem Regen zusammen, schaufelförmige Balfrüchte sind elastisch und so werden die Samen durch die aufschlagenden Regentropfen herausgeschleudert oder hinausgeschwemmt und so ausgebreitet, wobei die feuchte Umgebung und die fortschreitende Nährstoffverfügbarkeit das Wachstum der neuen Pflanzen begünstigen. Außerdem spielt die Bodentextur eine entscheidende Rolle, da sie die Wasseraufnahme und die Wurzelentwicklung unterstützt. Die Blütenbildung ist erst ein paar Jahre nach der Aussaat, doch in diesen ersten Jahren entwickeln sich die Pflanzen allmählich, um schließlich in voller Pracht zu erblühen und damit die Lebendigkeit und Vielfalt ihrer Umgebung zu fördern.
In West- und Zentraleuropa sowie in Nordamerika ist der Winterling ein eingebürgerter Neophyt.
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