Riesen-Bärenklau / Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)

Giftig

Wirkung:

Anwendungsbereiche:

nicht bekannt

Verwendete Pflanzenteile:

Sammelzeit:

Zu finden:

An Wald- und Wegrändern, wächst an Straßenrändern, in Bach- und Flusstälern sowie auf Brachen.

Inhaltsstoffe:

Furocumarine,  Xanthotoxin, Psoralen und Bergapten, ätherisches Öl

Sonstiges:

Der Riesen-Bärenklau ist eine zwei- bis mehrjährig einmalblühende krautige Pflanze, die als zweijährige Pflanze häufig innerhalb weniger Wochen bis zu 3 Meter hoch wird. Das größte bekannte Exemplar erreichte 3,65 Meter. Der behaarte, purpurn gefleckte Stängel hat an der Basis einen Durchmesser von 2 bis 10 Zentimetern und viele große, dunkle Flecken. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und können bis zu 3 Meter lang werden. Die Blattspreite kann in drei- oder fünf- bis neunteilige fiederschnittige Abschnitte unterteilt sein. Die zentralen Blüten-Doppeldolden sind 30 bis 50 Zentimeter im Durchmesser und enthalten bis zu 80.000 Einzelblüten sowie bis zu 15.000 Früchte. Die äußeren Blüten sind größer und erreichen 1 bis 2 Zentimeter im Durchmesser, während die inneren Blüten nur 4 bis 8 Millimeter groß sind und weiß blühen. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Die Achänen sind oval und haben aufwärtsgebogene, borstig behaarte Randrippen sowie dunkle Ölstriemen. Nach der Fruchtbildung stirbt die Pflanze ab, kann jedoch mehrere Jahre leben, wenn sie nicht blüht oder Früchte reifen. Der Riesen-Bärenklau hat viele Samen, die mehrere Jahre keimfähig bleiben. Einzelne Berichte zeigen, dass an einem Standort nach sieben Jahren Beweidung durch Schafe keine neuen Keimlinge mehr entstanden.

Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus und ist in Europa und Nordamerika ein invasiver Neophyt.

🛑 Die Pflanze produziert Substanzen namens Furocumarine, die mit Sonnenlicht oder starkem Licht phototoxisch wirken. Diese Stoffe können die Hautempfindlichkeit gegenüber Licht erhöhen und zu ernsthaften Reaktionen führen. Berührungen bei Tageslicht können bei Menschen und anderen Säugetieren schmerzhafte Quaddeln und Blasen verursachen, die wie Verbrennungen aussehen (Photodermatitis). Diese Reaktionen sind unangenehm und können lange dauern, weshalb eine schnelle Behandlung wichtig ist. Es wird empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, einschließlich Gesichtsschutz, um Hautkontakt zu vermeiden und empfindliche Bereiche zu schützen. Vor der Arbeit mit der Pflanze sollte man Informationen über die notwendigen Schutzmaßnahmen einholen und sicherstellen, dass alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden, um gefährliche Hautreaktionen zu vermeiden.

https://gizbonn.de/giftzentrale-bonn/pflanzen/baerenklau-riesen

2008 wurde die Herkulesstaude zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Zur Entfernung sind Handschuhe, Schutzkleidung, Schutzbrille und eventuell Atemschutz notwendig. Bei hohen Beständen sollte eine Astsäge oder -schere mit Teleskopstiel verwendet werden, um Verletzungen durch die Toxine der fallenden Pflanzen zu vermeiden. Arbeiten bei bedecktem Himmel und leichtem Wind ist ratsam. Die örtliche Naturschutzbehörde gibt Rat, kümmert sich um die Beseitigung auf öffentlichen Flächen und unterstützt teilweise in Privatgärten. Die Beseitigung sollte vorsichtig und sorgfältig erfolgen, um sicherzustellen, dass es sich um Riesen-Bärenklau handelt und nicht versehentlich andere Pflanzen, wie Engelwurz, beschädigt werden.

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