Schwach giftig
Wirkung:
abführend, harntreibend, appetitanregend, anthelmintisch, hypnotisch, gefäßerweiternd, blutdrucksenkend
Anwendungsbereiche:
Augenkrankheiten, Blutreinigungsmittel, mildes Abführmittel, gegen Würmer, Hautparasiten, Wunden, Prostatabeschwerden, Sodbrennen, Hustenanfälle, Verstopfung, Kopfschmerzen, krampfartigem Asthma, Wassersucht, Hämorrhoiden, Koliken
Verwendete Pflanzenteile:
Blüten
Sammelzeit:
Juni bis September
Zu finden:
Der Acker-Rittersporn ist zu finden auf Brachland, in der Nähe von Wegen, in der Nähe von Wiesen und Äckern, An Feldrainen und manchmal in Waldlichtungen. In Deutschland ist er in der Roten Liste gefährdeter Arten als gefährdet eingestuft.
Inhaltsstoffe:
Flavonoide, Glykoside, Bitterstoffe
Sonstiges:
Der Gewöhnliche Feldrittersporn ist eine einjährige krautige Pflanze, die 20 bis 50 Zentimeter hoch wird. Die Laubblätter sind ein- bis mehrfach dreiteilig und dünn. Die Blütezeit ist von Mai bis August. In einem blütenständigen Traube stehen fünf bis acht Blüten über kürzeren Tragblättern. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und hat eine blauviolette Farbe mit einem einfachen Sporn, der aus zwei Nektarblättern gebildet wird. Es gibt ein Fruchtblatt, und die kahle Balgfrucht ist etwa 2 Zentimeter lang und enthält viele Samen.
Im Johannisfeuer verbrennt man traditionell einen Ritterspornkranz, aber erst bevor man heimwärts geht. Nach dem Verbrennen darf kein Blick mehr auf das Feuer fallen. Dann hilft der Rittersporn gegen Augenleiden und schaut auch sonst darauf, dass alles Unglück des Jahres mit ihm verbrennt.
🛑 Alle Pflanzenteile sind giftig, insbesondere die Samen. Die Samen enthalten bis zu 1,4 % Alkaloide, hauptsächlich Lycoctonin, Delcosin und Delsonin. Der frische Rittersporn enthält ein Alkaloid, das zu Herzbeschwerden und Kreislaufstörungen führen kann. Der getrocknete verliert diese Wirkung.
Als Tee verwendet man Rittersporn eher in Nieren-Blasentees und auch in Brusttees.
Eine starke Tinktur aus den frischen Samen wird äußerlich angewendet, um Läuse und Nissen im Kopf- und Schamhaar abzutöten, da ihre Wirkstoffe sich als äußerst wirksam gegen diese Parasiten erwiesen haben. Darüber hinaus ist sie auch wirksam gegen Blattläuse und Thripse, zwei häufige Schädlinge, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau Probleme verursachen können.
Aus dem gepressten Saft der Blütenblätter wird zusammen mit etwas Alaun eine gute blaue Tinte gewonnen, die sich durch ihre lebendige Farbe und Langlebigkeit auszeichnet. Einem anderen Bericht zufolge wird sie aus den Blättern hergestellt, was darauf hinweist, dass die gesamte Pflanze verschiedene nützliche Anwendungen bietet. Diese Tinte hat nicht nur in der Kunst, sondern auch in historischen Dokumenten Verwendung gefunden. Sie wird auch als Farbstoff verwendet und ist grün, wenn sie mit Alaun vermischt wird, was vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der Textil- und Modeindustrie eröffnet und die kreativen Möglichkeiten erweitert.
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