Helikonien / Hummerschere (Heliconia)

Helikonien sind große, immergrüne Pflanzen, die hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika vorkommen. Sie benötigen viel Wasser, Licht und humusreiche Böden. Diese Blumen sind wichtige Nahrungsquellen für Kolibris und Fledermäuse und werden für den Blumenhandel und Landschaftsgestaltung genutzt. Viele Arten sind gefährdet durch Habitatzerstörung.

Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)

Die Rauschbeere ist ein kleiner Strauch, der in Hochmooren und Moorwäldern wächst. Ihre Beeren, die als giftverdächtig gelten, können psychoaktive Effekte hervorrufen. Die Verwendung erfolgt bei Magen-Darm-Beschwerden. Der Strauch zeichnet sich durch eiförmige Blätter und hängende Blüten aus, die von Mai bis Juni blühen.

Gagelstrauch (Myrica gale)

Der Gagelstrauch ist ein giftiger, verzweigter Strauch, der zwischen 0,5 und 1,5 Metern hoch wird und von Frühjahr bis Herbst gesammelt werden kann. Seine Blätter und Rinde besitzen abtreibende Eigenschaften und werden in der traditionellen Medizin sowie für aromatische Zwecke genutzt. Historisch diente er auch zum Bierbrauen.

Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris)

Das Sumpf-Vergissmeinnicht ist eine krautige Pflanze mit entzündungshemmenden Eigenschaften, die bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird. Die Blätter und Blüten sind essbar und wachsen von Mai bis September in feuchten Gebieten. In hohen Dosen sollten sie jedoch wegen möglicher leberschädigender Inhaltsstoffe vorsichtig verwendet werden.

Sumpfkresse (Rorippa palustris)

Die Gewöhnliche Sumpfkresse ist eine einjährige Pflanze, die zwischen Juni und September an feuchten Orten wächst. Sie hat essbare Blätter und Blüten, die würzig schmecken. Die Pflanze wird zur Vorbeugung gegen Skorbut eingesetzt und enthält Senfölglykoside. Zudem kann sie vielseitig in der Küche verwendet werden.

Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)

Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine mehrjährige Pflanze, die in feuchten Gebieten wächst. Sie hat adstringierende und schleimlösende Wirkungen und wird bei Magen-Darm-Beschwerden, Wunden und Entzündungen eingesetzt. Blätter und Blüten sind essbar, während die Pflanze bestäubernde Bienen mit Öl anlockt. Er blüht von Juni bis August.

Muskatellersalbei (Salvia sclarea)

Muskatellersalbei ist eine mehrjährige Pflanze mit krampflösenden und beruhigenden Eigenschaften, die bei Kopfschmerzen und Verdauungsproblemen hilft. Die Blätter und Blüten haben verschiedene kulinarische Anwendungen und werden in der Parfümindustrie genutzt. Sie wächst in Höhenlagen und blüht von Juni bis Juli. Arztbesuch bei ernsthaften Beschwerden empfohlen.

Schönhäutchen (Hymenocallis)

Die Gattung Hymenocallis umfasst 50 bis 65 Arten, die für ihre antibakteriellen Eigenschaften und Wundheilung bekannt sind. Diese ausdauernden Pflanzen bilden Zwiebeln und haben auffällige, duftende Blüten. Sie sind in den neotropischen Regionen verbreitet und werden häufig als Zierpflanzen in tropischen Gärten genutzt. Arztbesuche sind dennoch wichtig.

Fingerhut, Wolliger (Digitalis lanata)

Der Wollige Fingerhut ist eine giftige, mehrjährige Pflanze, die hauptsächlich im Herbst gesammelt wird. Sie enthält 70 Herzglykoside, die zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Eine Selbstmedikation ist gefährlich und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da Überdosierungen ernsthafte Gesundheitsrisiken mit sich bringen können.

Wasserminze (Mentha aquatica)

Die Wasserminze ist eine mehrjährige Pflanze mit vielfältiger Wirkung, darunter schmerzstillend und antiseptisch. Sie wird bei Reisekrankheit, Fieber und Hautproblemen angewendet. Ihre Blätter, die einen mintartigen Duft haben, sind essbar. Die Pflanze wächst in feuchten Gebieten und hat historische Bedeutung als Heil- und Zauberkraut. Vorsicht ist bei Überdosierung geboten.