Stark Giftig
Wirkung:
tonisierend, herzstärkend, harntreibend, stimulierend
Anwendungsbereiche:
Nicht zur Selbstanwendung gedacht!!!
Herzinsuffizienz, Herzbeschwerden, Wassersucht
Siehe Hinweis unten!!!
Verwendete Pflanzenteile:
Blätter
Sammelzeit:
Herbst
Zu finden:
In Wäldern, Büschen, Ruderalstandorte oder als Gartenpflanze.
Inhaltsstoffe:
70 bittere, herzwirksamen Glykoside
Sonstiges:
Der Wollige Fingerhut ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu 90 cm hoch wird. An den langen Stängeln trägt sie lanzettliche Blätter. Die Stomata sind anomozytisch, es fehlen Deckhaare, und Drüsenhaare sind sehr selten. Der Blütenstand hat viele kleine weiße bis cremegelbe Blüten mit braunen Adern. Die Tragblätter sind wollig behaart, was den Namen dieser Pflanzenart erklärt.
🛑 Es sind alle Teile der Pflanze sind giftig! Für eine Selbstmedikation ist es nicht sicher genug. Eine Überwachung durch einen qualifizierten Arzt zur Bestimmung der richtigen Dosis ist dringend empfohlen, da sie im Übermaß Übelkeit, Erbrechen, langsamen Puls, Sehstörungen, Appetitlosigkeit und Ohnmacht verursachen kann. Bei einer Überdosierung sofort Aktivkohle geben und den Notarzt anrufen. Es kann insbesondere für Kinder tödlich sein.
Er wird weltweit als Heilpflanze zur Gewinnung von Herzmedikamenten angebaut, die zu den Cardenolidglykosiden gehören. Der aus den getrockneten Blättern gewonnene Wirkstoff dient zur Behandlung von Herzinsuffizienz. Der optimale Wirkstoffgehalt wird im Herbst des ersten Anbaujahres erreicht. In Deutschland gibt es nur noch einen großen Betrieb, der Wolligen Fingerhut anbaut.
Die Pflanze enthält 70 Herzglykoside (einschließlich Digoxin, Digitoxin und Lanatoside). Digitoxin stärkt den Herzschlag schnell, wird jedoch sehr langsam ausgeschieden. Digoxin wird daher als Langzeitmedikament bevorzugt.
Digitalis lanata (Wolliger Fingerhut) hat die dreifache physiologische Wirkung von Digitalis purpurea (Roter Fingerhut) und wird heute aufgrund des schnellen Wirkungseintritts bevorzugt.
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