Wiesenraute, Akeleiblättrige (Thalictrum aquilegifolium)

Wirkung:

abführend, wundheilend

Anwendungsbereiche:

Wunden, als Abführmittel, damals bei Malaria

Verwendete Pflanzenteile:

Wurzel ( bei Thalictrum flavum die Blätter)

Sammelzeit:

Frühjahr

Zu finden:

Wiesenraute wächst in Auwäldern und in der Nähe von Quellen oder Flussläufen in den Mittelgebirgen bis hinauf in höhere Lagen.

Inhaltsstoffe:

Alkaloide, Magnoflorium, Farbstoffe, Bitterstoffe

Sonstiges:

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die bis zu 150 Zentimeter hoch wird. Ihre Laubblätter sind gefiedert und enthalten einen gelben Farbstoff, der zur Wollefärbung verwendet wird. Die Blätter ähneln denen der Akelei. Die kompakte Rispe trägt viele blaue bis hellviolette (selten weiße) Blüten. Die zahlreich angeordneten Staubblätter sind auffällig gefärbt und übernehmen die Funktion des Schauapparates in der Blüte, was in der heimischen Flora einzigartig ist. Diese Pflanze bietet Pollen anstelle von Nektar, um Insekten zur Bestäubung anzulocken. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni, und die Frucht ist glatt, dreikantig geflügelt und hängt während der Reife.

Bevor die Wiesenraute blüht, ähnelt sie in der Wuchsform der Akelei, besonders die Blätter könnte man verwechseln.

Samuel Hahnemann berichtet aus seinen rund 200 Jahre alten Apothekerlexikon, dass sich der frisch gepresste Saft als Hausmittel zur Heilung der Wunden und Geschwüre im Volke durch setzte.

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