leicht giftig
Wirkung:
harntreibend, wurmtreibend, schleimlösend
Anwendungsbereiche:
gegen Blähungen
Verwendete Pflanzenteile:
Samen
Sammelzeit:
?
Zu finden:
im Mittelmeerraum, als Zierpflanze in vielen Gärten
Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl, Alkaloide z.B. Damascenin; Saponine, fettes Öl, Sesquiterpene
Sonstiges:
Die Jungfer im Grünen ist eine einjährige krautige Pflanze, die bis zu 45 Zentimeter hoch wird. Sie hat einen aufrechten, verzweigten Stängel und stark reduzierte Laubblätter. Die Blüten sind zahlreich und von zerschlitzten Hochblättern umgeben. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die zwittrige Blüte hat fünf Teile und besteht aus großen, meist blauen oder rosa Tepalen. Es gibt gefüllte Ziersorten, bei denen die Staubblätter umgewandelt sind. Es gibt zwei Varianten: Die Wildform hat eine zweiteilige Blütenhülle, während die domestizierte oft verwachsen ist. Die Jungfer im Grünen vermeidet Selbstbestäubung durch Proterandrie, wobei zuerst die Staubblätter reifen. Insekten wie Hummeln und Bienen sind die Hauptbestäuber. Die bestäubten Blüten entwickeln eine Kapselfrucht, die bei Reife aufplatzt und schwarze Samen freigibt. Diese Samen verbreiten sich durch Wind und Tiere, unterstützt von den elastischen Blütenstängeln und der speziellen Form der Kapsel, die sich im Fell von Tieren verhaken kann.
🛑 Das enthaltene Alkaloid Damascenin was in den Samen vorhanden ist, ist in höherer Dosierung giftig.
Die Jungfer im Grünen besitzt eine Reihe von deutschen Namen. Dazu zählen unter anderem Gretl in der Stauden, Gretl in der Heck, Gretchen bzw. Gretel im Busch, Greterl im Nest, Venushaarige, Braut in Haaren, Damaszener Schwarzkümmel, Damaszener Kümmel und Garten-Schwarzkümmel. Diese Vielzahl an Namen spiegelt die regionale Vielfalt und die traditionelle Bedeutung dieser Pflanze in verschiedenen Kulturen wieder. Sie ist aber nicht mit dem Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt, sondern gehört zur selben Gattung wie der Schwarzkümmel (Nigella sativa). Die Jungfer im Grünen wird häufig in Gärten kultiviert, um ihre zarte Schönheit und ihre wohltuenden Eigenschaften zu nutzen; ihre Blüten zeichnen sich durch eine atemberaubende Farbenpracht aus, die variieren kann von zartem Weiß bis hin zu intensiven Blau- und Lilatönen.
Der Name Gretl in der Stauden bezieht sich auf eine österreichische Sage, in der die reiche Bauerntochter Gretl ihrer Liebe zu Hans, dem Keuschlersohn, auf Wunsch ihres Vaters entsagen musste. Nachdem sie einander sehnsüchtig vermissten, wurden sie in Blumen verwandelt. Gretl wurde zur Jungfer im Grünen, während Hans je nach Region zum Vogelknöterich oder zur Gemeinen Wegwarte wurde, die beide auch den Namen Hansl am Weg tragen.
In der Küche könnte man die fein gemahlenen Samen zur Verfeinerung von Süßspeisen nutzen, sie schmecken nach Waldmeister. Jedoch enthalten dies das Alkaloid Damascenin, was in höherer Dosierung giftig wirkt. Also lässt man diese wunderschöne Pflanze lieber stehen und bewundert sie, oder verwendet sie getrocknet in Trockensträußen.
Zur Herstellung von Parfüms und Lippenstiften wird das Öl aus den Samen, zur Aromatisierung verwendet.
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