Günsel, Kriechender (Ajuga reptans)

Günsel wirkt leberwirksam, entzündungshemmend und schmerzstillend. Anwendbar bei Wunden, Prellungen und Entzündungen. Verwendung der jungen Sprossen und Blüten ist typisch. Tee aus Günsel fördert die Regeneration nach Alkoholgenuss und eignet sich für kosmetische Anwendungen. Zudem bereichert es Gerichte als frische Zutat. Arztbesuch bleibt unerlässlich bei gesundheitlichen Problemen.

Pfefferminze (Mentha piperita)

Die Pfefferminze wirkt krampflösend, blähungswidrig, und antibakteriell, und findet Anwendung bei Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und Atemwegserkrankungen. Ihre Blätter und Blüten werden im Sommer geerntet. Pfefferminztee ist ein beliebtes Hausmittel, sollte jedoch in Maßen konsumiert werden. Bei stillenden Müttern und Kleinkindern ist Vorsicht geboten.

Rosmarin (Salvia rosmarinus, Syn. Rosmarinus officinalis)

Rosmarin wirkt appetitanregend und kreislaufunterstützend und hilft bei Kreislaufproblemen, Erschöpfung und nervösen Störungen. Er wird als Tee oder im Bad angewendet. Das Kraut ist vielseitig in der Küche und als Desinfektionsmittel einsetzbar. Vorsicht ist geboten für Personen mit hohem Blutdruck, Schwangere und Kinder.

Majoran (Origanum majorana)

Majoran wirkt blähungstreibend, verdauungsfördernd und appetitanregend. Es wird bei Magenbeschwerden, Heuschnupfen und Schmerzen eingesetzt. Die Pflanze hat aromatische, samtige Blätter und blüht zwischen Mai und Oktober. In der Küche ist sie mild und vielseitig, jedoch sollte sie in der Schwangerschaft nicht hochdosiert verwendet werden.

Oregano (Origanum vulgare)

Dost, auch bekannt als Oregano, hat vielfältige gesundheitliche Wirkungen, darunter blähungstreibend, krampflösend und entzündungshemmend. Er wird zur Linderung von Beschwerden wie Blähungen, Krämpfen und Husten angewendet. Die Pflanze wird in der Küche als Gewürz genutzt und hat antiseptische und antibakterielle Eigenschaften, wirksam gegen MRSA.

Braunelle, Gemeine (Prunella vulgaris)

Die kleine Braunelle ist eine mehrjährige Heilpflanze mit blutdrucksenkenden, entzündungshemmenden und antiviralen Eigenschaften. Sie wird zur Behandlung von Halsschmerzen, Wunden und Immunstärkung eingesetzt. Ihre Verwendung in der Küche ist möglich, doch sollte langfristige Einnahme vermieden werden, da sie Nebenwirkungen verursachen kann. In der TCM ist sie wichtig bei schweren Erkrankungen.

Bohnenkraut (Satureja hortensis, Satureja montana)

Bohnenkraut wirkt magen- und verdauungsstärkend sowie entzündungswidrig. Es hilft bei Insektenstichen, Husten und Atembeschwerden. Verwendet werden die blühenden Teile der Pflanze. Zu den Inhaltsstoffen zählen ätherisches Öl und Carvacol. Es kann als Tee zubereitet werden und ist auch ein Aphrodisiakum. Veränderungen in der Ernährung sind möglich.

Andorn (Marrubium vulgare)

Andorn hat vielfältige Wirkungen wie magenstärkend, appetitanregend und hustenstillend. Es wird bei Fettleibigkeit, Atemwegserkrankungen und zur Stärkung eingesetzt. Die Pflanze wächst im Mittelmeerraum und hat Inhaltsstoffe wie Marrubiin und Saponine. Andorn kann als Tee, Tinktur oder Sirup eingenommen werden, jedoch nicht bei Nierenleiden.

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia, Syn. Lavandula officinalis)

Lavendel wirkt antiseptisch, beruhigend und harntreibend und findet Anwendung bei Bluthochdruck, Schlafstörungen, Nervosität und Schmerz. Die Pflanze, heimisch im Mittelmeerraum, wird von Juli bis August geerntet. Ihre Blüten können als Tee oder in Bädern verwendet werden, wobei sie auch bei innerlicher Einnahme Nebenwirkungen haben können.

Thymian (Thymus vulgaris)

Thymian ist ein vielseitiges Gewürz mit antiseptischen, krampflösenden und immunstärkenden Eigenschaften. Er wird bei Atemwegserkrankungen, Schwäche und Infektionen eingesetzt. Die Pflanze ist im Mittelmeerraum verbreitet, benötigt jedoch Gartenpflege. Thymian kann frisch oder getrocknet in der Küche verwendet werden, hat auch kulturelle und heilende Bedeutung.