Oregano (Origanum vulgare)

auch Echter Dost, DorstDostGemeiner DostGewöhnlicher Dost, DostenkrautWohlgemut, Müllerkraut oder Wilder Majoran

Wirkung:

stoffwechselanregend, blähungstreibend, krampflösend, entwässernd, antiseptisch, schleimlösend, appetitanregend, antibakteriell, antiviral, pilzhemmend, antidiabetisch, antimykotisch, entzündungshemmend

Anwendungsbereiche:

Blähungen, Krämpfen, Durchfall, Koliken, Husten, Menstruationsschmerzen, Harnverhalten, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen, Bindehautentzündung, Nervenschwäche, hat eine schmerzstillenden und gleichzeitig stimulierenden Einfluss auf das Nervensystem, asthmatische Verkrampfungen der Bronchien, chronischen Schnupfen, Mundfäule, Infektionen der Zunge, steife Muskeln (z.B. den Nacken), chronischer Husten, Keuchhusten, Bronchitis, Wunden, juckende Ekzeme, Zahnschmerzen, stärkt das Immunsystem, Hefepilz (Candida), Pilzinfektionen, Fußnagelpilz, Fußpilz, Ringelflechte, mindert die Hautalterung, verlangsamt die Vermehrung von Krebszellen und fördert das absterben von Krebszellen, reguliert den Cholesterinspiegel, regt den Stoffwechsel an, fördert die Kalorienverbrennung, zur Geburtsbeschleunigung, Hämorrhoiden

Verwendete Pflanzenteile:

blühendes Kraut

Sammelzeit:

vor und während der Blütezeit, Juni bis September

Zu finden:

Dost findet man auf Südhängen, an Böschungen, Waldrändern und in sonnigen Wiesen, in erster Linie auf Kalk- und Kiesböden. Auch in heimischen Gärten zu finden.

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Thymol, Terpen, Gerbstoff, Harz und Bitterstoffe

Sonstiges:

☕ Tee: Man übergießt 1 Esslöffel Dost mit 1/4 Liter kochendem Wasser und lässt es 10 Minuten ziehen. 3 Tassen täglich sind ausreichend, aber man kann natürlich auch mehr trinken.

Roter Oregano, der zum Beispiel in den Bergen in Nordalbanien vorkommt, kann getrocknet und mit kochendem Wasser aufgegossen als Tee getrunken werden. In Albanien wird diese Pflanze als „Çaj“ oder „Çaj mali“ bezeichnet, was übersetzt „Bergtee“ bedeutet. (Wikipedia)

🛁 100 g Dost in 1 Liter Wasser kurz aufkochen. Dann durch ein feines Sieb abseihen und dem Vollbad hinzugeben. Hilft äußerlich unterstützend bei chronischem Husten, Keuchhusten oder Bronchitis, wenn man eine innerliche Anwendung macht.

Oregano hat hellgrüne, gegenständige, ovale Blätter. Es handelt sich um eine ausufernde, mehrjährige Pflanze. Sie wächst in Bodennähe und erreicht eine Höhe von 20 bis 80 cm. Jedes Blatt ist 1,25 bis 3,75 cm lang. Die Blüten sind purpurfarben und winzig. Sie wachsen an aufrechten Rispen über den Blättern.

🛑 Reines ätherisches Oreganoöl ist stark hautreizend und muss vor der äußerlichen Anwendung immer extrem stark verdünnt werden (z.B. mit Olivenöl oder in Kapseln). Es darf niemals unverdünnt eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. In der Schwangerschaft sollte auf Oreganoöl verzichtet werden.  Außerdem ist die Einnahme von medizinischen Mengen an Oregano wird während der Schwangerschaft und Stillzeit in der Regel nicht empfohlen, da die Wirkung auf das ungeborene Kind nicht ausreichend untersucht ist. Personen mit Allergien gegen andere Lippenblütler (wie Minze, Thymian, Majoran, Salbei) könnten auch allergisch auf Oregano reagieren. Hohe Dosen von Oregano könnten die Blutgerinnung verlangsamen. Bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder vor Operationen sollten Sie die Verwendung mit einem Arzt abklären. Oregano kann die Aufnahme bestimmter Mineralien, insbesondere Eisen, leicht hemmen, wenn er gleichzeitig eingenommen wird.

In der Küche ist Oregano vielen als Gewürz bekannt und sollte auf keiner Pizza fehlen. In der deutschen Küche wird er weniger benutzt, eher in der italienischen, spanischen und griechischen Küche. Man kann ihn auch als Würze für Kräuterbutter nehmen oder mit anderen Kräutern mischen. Er passt gut in Omeletts, italienischen Soßen, Tomatengerichten, Lamm oder Gemüseaufläufen. Neben den Blättern kann man auch sehr gut mit den Blüten würzen und dekorieren. Außerdem kann man mit ihm Liköre und Spirituosen sowie Kaltschalen oder Tee aromatisieren.

Frauen die ihre Milchbildung verbessern möchten, sollten morgens nüchtern Dost essen. Das tut ihnen gut und dem Baby und bring ein frohes Gemüt.

Oft wird Oregano mit Majoran (Origanum majorana) verwechselt. Ein hoher Unterschied ist schon der kräftigere Geschmack von Dost, dass liegt an den ätherischem Öl der Pflanze. Sie ist mit 4 Prozent relativ hoch. Das Heilkraut wird in der Küche als Gewürz verwendet, zu dunklem Fleisch, Soßen und bei der Wurst- und Pastetenerzeugung. Nicht zu vergessen bei allen italienischen Speisen wird anstatt Majoran, Dost verwendet. Oregano zeichnet sich durch sein kräftiges, würziges und leicht pfeffriges Aroma aus, das getrocknet oft intensiver ist als frisch. Oregano ist das klassische Gewürz für Pizza Margherita und nahezu alle Tomatensaucen und italienischen Nudelgerichte. Er ist essenziell für griechischen Salat mit Feta, Tomaten und Oliven, für Gyros und viele andere mediterrane Spezialitäten. Oregano passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch (insbesondere Lamm und Schwein), Fisch, Schmorgerichten, Auberginen, Paprika, Zucchini und Pilzen. Er verleiht Saucen, Eintöpfen, Aufläufen und Suppen eine typische, aromatische Tiefe. Frischer oder getrockneter Oregano bereichert Salate und Dressings. Tipp: Im Gegensatz zu Majoran, dessen Aroma bei Hitze verfliegt, kann Oregano problemlos mitgekocht werden, um seinen vollen Geschmack zu entfalten.

In einer Studie wurde dem Oregano (neben Knoblauch und Salbei) beste Eigenschaften gegen Bakterien und viele heute übliche Umweltgifte bescheinigt. Eine Oregano-Kur hilft dem Körper Gifte auszuleiten und stärkt den Stoffwechsel. Des Weiteren fand man heraus, dass Dost, Oregano anstelle von Antibiotika zur Behandlung von Infektionen mit MRSA-Staphylokokken eingesetzt werden kann. MRSA-Staphylokokken sind multiresistente Bakterien, die gegen die herkömmlichen Antibiotika bereits Resistenzen entwickelt haben und daher jedes Jahr für viele Tausend Todesfälle sorgen.

UnterschiedeMajoranOregano/Dost
Aussehen (Laub)kleine, behaarte Blättergrößere, glatte, schwach gezähnte Blätter
Aussehen (Blüte)weiße oder rosane Blütenrosa bis purpurfarbene Blüten
Geschmackwürzig-süßkräftig-herb
HerkunftKleinasien, ZypernMittelmeerraum
Kultivierungeinjährig/nicht winterhartmehrjährig/winterhart
botanische ZuordnungOriganum majoranaOriganum vulgare

Als Räucherpflanze wirkt er reinigend, krampflösend und ermutigend. Er eignet sich auch bei Schlaflosigkeit und Herz- und Nervenschwäche.

Als Würzmittel ist Oregano mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Verwendet werden die getrockneten Blätter. Abgesehen von den nicht ganz eindeutigen römischen Quellen, kann nur ein Basler Rezept aus dem 17. Jahrhundert angeführt werden, in dem Oregano als Zutat zu Pfannkuchen erwähnt wird. Ansonsten lassen sich botanische Bücher selbst noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich darüber aus, dass Oregano Heil- und Zauberpflanze sei und dass man mit seinem roten Farbstoff Wolle färben könne. (Wikipedia)

Hildegard von Bingen: Nimm Galgant und ein Drittel davon Aloe und zweimal soviel Galgant, Dost und Pfirsichblätter im gleichen Gewicht wie Dost. Aus diesen mache ein Pulver und gebrauche täglich nach dem Essen und nüchtern, wenn das Gehör schwach ist.

Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

Ein Kommentar zu “Oregano (Origanum vulgare)

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