Wirkung:
leberwirksam, entzündungshemmend, schmerzstillend, zusammenziehend, schwach abführend, blutdrucksenkend
Anwendungsbereiche:
Wunden, Quetschungen, Prellungen, Bluthochdruck, innere Blutungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Leber-, Galle- und Milzbeschwerden
Verwendete Pflanzenteile:
junge Sprossen, Blüten
Sammelzeit:
Januar bis Dezember
Zu finden:
Günsel kommt sehr häufig in Laub- und Mischwäldern, aber auch an den Rändern feuchter Wiesen vor. gelegentlich findet man neben den blauen auch rosa oder weiß blühende Pflanzen.
Inhaltsstoffe:
ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Iridoidglykoside, Harpagosid,Ajugalactone, Rosmarinsäure
Sonstiges:
☕ Tee: 1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit 1/4 Liter Wasser übergießen. 10 Minuten ausziehen lassen. 1 Tasse nach einem Alkoholexzess (Kater).
Bewährt hat sich die äußerliche Anwendung des Tees in der Kosmetik, z. B. als Gesichtswasser bei Haut, die zu Rötungen neigt, oder Couperose. Dafür kann durchaus die frische Pflanze aufgebrüht werden.
Getrocknete Günsel eignen sich als klassischen Haustee, den man täglich trinkt. Frische Sprosse sind eine Bereicherung der Kräuter Küche, sie passen zu Salaten, in jedes Gemüse, in Spinat und als essbare Dekoration zu Fleisch- und Wurstspeisen.
Der Kriechende Günsel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 (bis 50) Zentimeter erreicht. Sie hat ein kräftiges Rhizom und lange Ausläufer, die sich nur an den Endknoten bewurzeln. Der meist aufrechte Stängel ist vierkantig, rot-violett gefärbt und behaart. Die Laubblätter sind eiförmig-spatelig, 4 bis 12 Zentimeter lang und besitzen oft eine wellige bis fast ganzrandige Struktur.
Die Blütezeit liegt zwischen April und Juni, die Blüten stehen in Zymen und bilden scheinährige Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig, meist blau gefärbt. Die Früchte sind eiförmig, etwa 2 Millimeter lang, und zerfallen in vier einsamige Teilfrüchte, typisch für Lippenblütler.
Der Pyramiden-Günsel (Ajuga pyramidalis) wird genauso verwendet und ist ebenso eine alte Heilpflanze.
In der Küche sind die Blüten eine essbare Dekoration und die jungen Triebe und Blätter können roh oder gekocht in Salaten und Wildkräutermischungen gegeben werden. Sie schmecken recht herb bis bitter und fördern besonders die Verdauung für fette Speisen.
Bitte beachte: Der Besuch dieser Seiten, kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Solltest du ernsthafte oder unklare Beschwerden haben, solltest du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.