auch Ajwain oder Königskümmel
Wirkung:
antiseptisch, krampflösend, antimikrobiell, entzündungshemmend
Anwendungsbereiche:
Atemwegsbeschwerden, Husten, Erkältung, Bronchitis, Verdauungsprobleme, Blähungen, Völlegefühl, Magenkrämpfe, Sodbrennen, Arthritis
Verwendete Pflanzenteile:
Samen/Früchte
Sammelzeit:
?
Zu finden:
stammt wahrscheinlich aus den östlichen Mittelmeerraum, oder auf dem indischen Subkontinent. Die genaue ursprüngliche Herkunft ist nicht abschließend geklärt. Anbaugebiete sind Indien, Iran und Ägypten.
Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl (wie Thumol und Phenol), Gamma-Terpene, Ballaststoffe, Mineralstoffe (wie Kalzium, Phosphor und Eisen)
Sonstiges:
Ajowan ist eine einjährige krautige Pflanze, die Höhen von über 70 Zentimetern erreicht. Ihre wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind fiederschnittig und haben schmal linealische Zipfel. Die gestielten Blüten bilden einen doppelten Blütenstand mit 5- bis 15 Strahlen, wobei die Hüllblätter oft dreispaltig sind. Die meisten Blüten sind fünfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle mit dicken, eiförmigen Kelchzähnen. Die weißen Kronblätter sind im Mittelfeld borstig behaart und herzförmig ausgerandet. Es gibt ein Stylopodium am unterständigen Fruchtknoten mit zwei kurzen Griffeln, und die ovale Spaltfrucht ist klein, mit Längsrippen und warzig rau.
🛑 Während Ajowan bei mäßiger Einnahme als sicher gilt, kann ein übermäßiger Verzehr zu Blähungen, Sodbrennen und in seltenen Fällen zu Schwindel oder Übelkeit führen. Schwangere sollten Ajowan meiden, da es die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen könnte.
In der Küche nutzt man die Früchte des Ajowans als Gewürz. Sie haben ein starkes Aroma nach Thymian und einen scharf-bitteren Geschmack. Man kann sie zum Beispiel zu Kartoffeln geben und Hülsenfrüchten, wodurch sie dann bekömmlicher werden. Als Tipp: Die Samen kurz in Öl oder Butter anbraten und dann dem Essen beigeben. So werden Geschmacksgebende Inhaltsstoffe besser gelöst und das Aroma verstärkt.
Ajowan wird vor allem in der Ayurveda für seine Heilwirkung geschätzt, da er eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen bietet. Diese besonderen Eigenschaften machen ihn zu einem geschätzten Bestandteil vieler ayurvedischer Arzneimittel und Tees. Die Samen sind bekannt für ihre Fähigkeit, die Verdauung zu fördern und Blähungen zu lindern, was sie zu einem idealen Mittel gegen Magenbeschwerden macht. Zudem wird Ajowan gelegentlich zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingesetzt, da seine antimikrobiellen Eigenschaften helfen, die Atemwege zu reinigen und Erkältungen vorzubeugen.
Damals diente das aus den Samen durch Destillation gewonnene Ajowanöl als Quelle für Thymol, was hustenlösend wirkte und vielfach Bestandteil von Hustentropfen war. Heute wird es synthetisch hergestellt.
Im Handel wird oft statt Ajowanfrüchte, Liebstöckelfrüchte vertrieben.
Ajowan heißt mit englischen Name, bishop´s weed. Es kann bei der Übersetzung von Englisch in Deutsch zu einer Fehlübersetzung kommen, da es übersetzt Bischofskraut (Ammi visnaga) heißt und dies eine ganz andere Pflanze ist.
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